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Brandenburg Wetterprognosen: Viel Wind um nichts
Brandenburg Wetterprognosen: Viel Wind um nichts
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20:33 12.06.2014
Gewitter zogen am Mittwoch auch über Brandenburg. Quelle: dpa

Stürmische Zeiten für Wetterfrösche: Während unerwartet starke Unwetter in den vergangenen Tagen in Nordrhein-Westfalen Todesopfer forderten, blieb es am Mittwoch trotz Warnung vor schweren Gewittern im Raum Potsdam und Berlin weitgehend ruhig.

Wie verlässlich sind die Vorhersagen? Eberhard Reimer vom Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin hat seine Antwort gefunden: Zu häufig und in der falschen Tonlage würde in Deutschland vor Unwettern gewarnt, kritisiert der Forscher.

Beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Potsdam kann man die Aufregung nicht verstehen. Dank „glücklicher Umstände“ seien Potsdam und Berlin verschont worden, sagt Hans-Werner Voß. Der Diplom-Meteorologe weiß aus mehr als 40-jähriger Erfahrung, dass man das Ausmaß eines Gewitters erst dann abschließend beurteilen kann, wenn es vorbei ist. Übrigens: Alles andere als ruhig ging es am Mittwoch in der Prignitz, dem Ruppiner Land und in Vorpommern zu. Dort fiel laut Voß stellenweise so viel Niederschlag wie sonst in einem ganzen Monat.

Franz Molé ist Experte für Unwetterwarnungen beim DWD. „Gewitter entstehen und vergehen chaotisch“, sagt er. Die Vorhersage käme einer Kunst gleich. Unwetter sind komplexe Angelegenheiten – sie können sich binnen 30 Minuten zusammenbrauen und jede Prognose verhageln. „Unsere Arbeit ist vergleichbar mit der eines Elektrikers – mit dem Unterschied, dass er nach der Störung sieht, wenn es geknallt hat. Wir aber müssen den Kurzschluss vorhersagen“, erklärt Molé.

Für ein Gewitter braucht es gewisse Zutaten. Heiße Luft an der Erdoberfläche, genügend Feuchtigkeit, die noch dazu aufsteigt, so dass sich Quellwolken bilden. Wird der Prozess gestört, bleibt das Unwetter aus. Die Begebenheiten können sich von Ort zu Ort stark unterscheiden. Das erschwert die Vorhersagen.

Den Meteorologen bleibt da nur, lieber einmal mehr als weniger vor extremen Wetterlagen zu warnen. Doch sie wissen um die Gefahren sich häufender falscher Prognosen. So weit, dass Warnungen nicht mehr ernst genommen würden, dürfe es nicht kommen, meint Molé. Die Statistik gibt dem DWD-Experten Recht. „Die Fehlalarmraten sind in den vergangenen Jahren deutlich nach unten gegangen.“ Dabei werden die Prognosen immer kleinteiliger. So werden Warnungen seit gut zehn Jahren auf Kreis- statt auf Landesebene ausgegeben.

Die Erkenntnisse eignen sich nicht nur bestens fürs Bürogespräch, sondern versetzt die Feuerwehren in Alarmbereitschaft, wenn Bäume umzustürzen und Keller vollzulaufen drohen. Neben den Kreisen, den Trägern von Brand- und Katastrophenschutz, hat auch das Land Brandenburg einen direkten Draht zum DWD, um steigende Gewässerpegel vorauszusagen und Hilfseinsätze wie bei der Flut vor einem Jahr anzuleiten. Im Krisenfall sei das zentrale Koordinierungszentrum binnen weniger als einer Stunde als führungsfähiges Organ handlungs fähig, erklärt Wolfgang Brandt, Sprecher des Innenministeriums.

Von Bastian Pauly

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