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Brandenburg Wichtigster Umweltpreis für Potsdamer Klimaforscher
Brandenburg Wichtigster Umweltpreis für Potsdamer Klimaforscher
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13:31 11.03.2018
Potsdams „Klimapapst“ Hans Joachim Schellnhuber. Quelle: dpa
Potsdam

Der Potsdamer Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber wird mit dem Blue Planet Prize geehrt. Damit werden Pioniere der Nachhaltigkeitsforschung gewürdigt, die Ansätze zur Lösung globaler Umweltprobleme vorgelegt haben, teilte die japanische Asahi Glass Stiftung am Dienstag in Tokio mit.

Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, erhalte den Preis für seinen Beitrag zur Etablierung der Zwei-Grad-Grenze der globalen Erwärmung, auf die sich die Staaten der Welt im Klimavertrag von Paris geeinigt hätten, hieß es. Zudem habe er die Erdsystemanalyse als wissenschaftliches Feld maßgeblich gestaltet.

Schellnhuber reagiert „zutiefst dankbar“

Der Preis ist mit 50 Millionen Yen (405.000 Euro) dotiert. Er wird seit 26 Jahren vergeben. Damals fand der Erdgipfels in Rio statt. Schellnhuber ist erst der zweite deutsche Preisträger, der mit dem hoch angesehenen Blue Planet Prize ausgezeichnet wird. Zusammen mit ihm erhält die Ökosystemforscherin Gretchen Daily von der US-Universität Stanford die Auszeichnung.

Schellnhuber zeigte sich „zutiefst dankbar“ für die Auszeichnung. „Vom Weltall betrachtet sehen wir unseren Heimatplaneten als zerbrechliche blaue Murmel, inmitten endloser Dunkelheit“, erklärte er. „Es ist offenkundig, dass wir die Erde mit äußerster Sorgfalt behandeln müssen. Für den Blue Planet Prize 2017 bin ich deshalb zutiefst dankbar.“

Appell an die eigene Zunft: schonungslos sein!

An seine eigene Zunft appellierte er, Verantwortung zu übernehmen, „indem wir unsere Erkenntnisse schonungslos sowohl an Entscheider in Wirtschaft und Politik als auch an die breite Öffentlichkeit kommunizieren“. Dies sei gerade in Zeiten der ‚alternativen Fakten’ und ‚fake News’ keine leichte Aufgabe, sagte der Klimaforscher.

Schellhnuber, der auch den Papst in Klimafragen berät, gilt als scharfer Kritiker der Brandenburger Landespolitik, die strikt an der Kohleverstromung festhält. Das Ziel, die Erderwärmung auf maximal zwei Grad zu begrenzen, könne nur dann erreicht werden, wenn auf Kohle als Energieträger so schnell wie möglich verzichtet wird, sagt er. Dazu müsse ein Kohleausstieg in der Lausitz bis zum Jahre 2030 erfolgen.

Von MAZonline

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