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Brandenburg Wie viel und wofür gibt der Märker sein Geld aus?
Brandenburg Wie viel und wofür gibt der Märker sein Geld aus?
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22:22 26.02.2018
Die Statistiker wollen auch wissen, welche Lebensmittel gekauft werden. Quelle: IMAGO

Es gibt im Grunde nichts, was die Statistiker über den privaten Haushalt nicht wissen wollen: Wie teuer war die Urlaubsreise? Haben Sie im Lotto gewonnen? Konsumieren Sie Obst und Gemüse vom Balkon? Wie viel geben Sie für Spinat und Butter aus? Was kostete die Reparatur der Schuhe? Möglichst auf Euro und Cent genau soll geantwortet werden – darauf wird ausdrücklich Wert gelegt.

Diese Daten fließen dann in die „Einkommens- und Verbrauchsstichprobe“ (EVS) ein, die alle fünf Jahre vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg gemeinsam mit dem Statistischen Bundesamt durchgeführt wird. In diesem Jahr ist es weiter soweit. Freiwillige aus allen Schichten der Bevölkerung erhalten dazu ausführliche Fragebögen und sollen drei Monate lang ein Haushaltsbuch führen. Das Ganze ist eine aufwendige Angelegenheit: Etwa 2200 Kästchen muss der Proband ausfüllen – erst dann ist die Aufgabe erledigt. Wird vorher abgebrochen, sind die Daten ungültig.

Damit die Statistik repräsentativ ist, fehlen noch 626 Haushalte, sagt der Direktor des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, Rudolf Frees. Bis Jahresende muss die Anzahl von 2867 Haushalten erreicht werden. Gesucht werden grundsätzlich alle Haushaltstypen, aber besonders Selbstständige und dort speziell Landwirte, Arbeiter in Ein-Personen-Haushalten, Paare mit Kind sowie Rentnerpaare mit geringem Einkommen. Wer mitmacht, bekommt eine Dankeschön-Prämie von 100 Euro. Begonnen wurde die Erhebung am 1. Januar.

Zunächst gibt es einen allgemeinen Fragebogen mit Angaben zur Erwerbstätigkeit und zur Wohnsituation. Dieser kann auch digital ausgefüllt werden. Die anderen nicht. Dann gibt es einen weiteren zu Geld- und Sachvermögen. Es folgt das Haushaltsbuch, wo etwa die Ausgaben für Miete, Kleidung, Nahrungsmittel und Kraftstoffe aufgeführt werden müssen. Alle Auskünfte der teilnehmenden Haushalte werden streng vertraulich behandelt, versprach die zuständige Referatsleiterin Veronika Kuchta.

Die amtlichen Daten über die Preisentwicklung und die Veränderungen im Konsumverhalten der Bürger sind Grundlage für wissenschaftliche Untersuchungen, aber auch für Entscheidungen der Politik. Die ersten Ergebnisse der Stichprobe werden ab Mitte 2019 veröffentlicht.

Große Unterschiede gab es vor fünf Jahren im Konsumverhalten in Ein-Personen-Haushalten. So gaben Frauen über 60 Euro pro Monat für Bekleidung und Schuhe aus. Bei Männern waren es nur knapp 40 Euro. Die Ausgaben von Männern für Alkohol und Tabak lag mit knapp 40 Euro doppelt so hoch wie bei Frauen. Für die Nutzung von Verkehrsmitteln, darunter auch Autos gaben Männer im Monat 180 Euro aus, Frauen hingegen nur gut 100 Euro.

Vor fünf Jahren waren die Zahlen über die Ausstattung mit technischen Geräte besonders rasant gestiegen. Damals kam heraus, dass knapp zwei Drittel aller Haushalte in Brandenburg einen Computer, Laptop oder Tablet besaßen. 2008 waren es nur 29 Prozent. Das mobile Geräte, also Handys und Smartphones, setzten sich in den märkischen Haushalten durch. Auf 100 Brandenburger Haushalte kamen damals 171 mobile Geräte und nur 111 Festnetztelefone.

Nähere Angaben gibt es unter www.evs2018.de oder Amt für Statistik 0331-8173-1129 oder -20

Von Igor Göldner

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