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Brandenburg Wieder eine Großrazzia beim Pflegedienst
Brandenburg Wieder eine Großrazzia beim Pflegedienst
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16:54 28.09.2017
Auch ein Objekt in der Potsdamer Schopenhauer Straße wurde durchsucht. Quelle: Julian Stähle
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Potsdam

170 Beamte des Landeskriminalamtes und der Bereitschaftspolizei Brandenburg haben am Donnerstag 32 Geschäfts- und Wohnräume in Potsdam und Berlin durchsucht. Ab 8.30 Uhr waren die Beamten im Einsatz. Bereits im April 2016 gab es eine solche Großrazzia.

Verdacht: Betrug im Gesundheitswesen

Durchsuchungen erfolgten aufgrund eines Beschlusses der Staatsanwaltschaft Potsdam. Sie ermittelt wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Abrechnungsbetruges im Gesundheitswesen.

Ermittlungen seit September 2016

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, richtet sich das seit September 2016 geführte Ermittlungsverfahren gegen neun Verantwortliche und Mitarbeiter einer Pflegestation mit Geschäftssitzen in Potsdam und Berlin.

Von der Razzia betroffen war die Pflegestation „Am Luisenplatz“. Quelle: Julian Stähle

Es bestehe der Verdacht, dass der Pflegedienst seit mindestens 2014 systematisch Pflegeleistungen gegenüber den Kostenträgern abgerechnet hat, die entweder gar nicht oder aber durch nicht ausreichend qualifiziertes Personal erbracht worden seien, so die Staatsanwaltschaft. Die Schadenshöhe ist derzeit noch nicht bekannt.

Bei den Beschuldigten sowie auch bei den Pflegebedürftigen handelt es sich nahezu ausschließlich um Bürger mit osteuropäischem Migrationshintergrund.

Anzeigen gegen weitere Pflegedienste

Aufgrund vorliegender Strafanzeigen ermittelt das Landeskriminalamt Brandenburg derzeit landesweit gegen weitere ambulante Pflegedienste wegen des Verdachts der Abrechnung von nicht ordnungsgemäß erbrachten Pflegeleistungen.

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Von MAZonline

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