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Wirtschaft macht Druck beim Breitbandausbau

Schnelles Internet Wirtschaft macht Druck beim Breitbandausbau

Vor allem in ländlichen Regionen befürchten Unternehmen, von der Konkurrenz abgehängt zu werden – weil schnelles Internet noch immer keine Selbstverständlichkeit ist. Von der Brandenburger Politik erwartet die Wirtschaft mehr Engagement beim Breitbandausbau.

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Beim Breitbandausbau hat Brandenburg weiter Nachholbedarf.

Quelle: dpa

Potsdam. Brandenburgs Unternehmen fordern von Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) mehr Unterstützung beim Übergang ins digitale Industriezeitalter. Die drei Hauptgeschäftsführer der märkischen Industrie- und Handelskammern (IHK) appellieren in einem Brief an Gerber, gemeinsam mit den Unternehmen den Prozess der Digitalisierung zu gestalten. Unter anderem fordern sie einen beschleunigten Breitbandausbau. „Die deutsche Wirtschaft verliert den digitalen Anschluss, wenn beim bundesweiten Ausbau der digitalen Infrastruktur nicht der Turbo eingelegt wird“, sagte Gundolf Schülke, Chef der IHK Ostbrandenburg.

Am kommenden Mittwoch soll Gerber im Wirtschaftsausschuss über die Fortschritte beim Internetausbau berichten. Die IHK-Chefs befürchten, dass vor allem Betriebe auf dem Land von der Konkurrenz in besser und schneller versorgten Regionen abgehängt werden. Fast 60 Prozent der märkischen Firmen wünschen sich ein schnelles und leistungsfähiges Internet, wie aus einer Umfrage der drei Kammern unter 1000 Unternehmen hervorgeht.

Drei Viertel aller Unternehmer sind sich der Umfrage zufolge bewusst, dass die Digitalisierung im täglichen Geschäft künftig eine große Rolle spielen wird. Sie sehen Vorteile in einer besseren Wettbewerbsfähigkeit und erwarten, dass mit Hilfe von IT-gesteuerten Prozessen die Kundenwünsche schneller erfüllt werden können.

Allerdings fürchten auch viele Sicherheitslücken durch die totale Vernetzung. Mehr als die Hälfte der Unternehmen betrachtet die IT-Sicherheit als größtes Hemmnis für die Umsetzung von Digital-Projekten. Für etwa jedes dritte Unternehmen stellen begrenzte zeitliche Ressourcen und fehlende Mitarbeiter zudem ein großes Problem auf dem Weg ins industrielle Neuland dar. Potsdams IHK-Geschäftsführer Mario Tobias forderte die Mitgliedsunternehmen auf, Hilfsangebote der Kammern in Anspruch zu nehmen. „Schließlich besteht für mehr als ein Viertel der Betriebe laut der Umfrage hoher Aufklärungsbedarf zum wirtschaftlichen Nutzen der Digitalisierung“, sagte er.

Von Torsten Gellner

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