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Brandenburg Potsdams Wissenschaft präsentiert sich in der City
Brandenburg Potsdams Wissenschaft präsentiert sich in der City
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18:07 01.11.2018
Die Ausstellung „Wissenschaftsstandorte in Potsdam – damals und heute" ist im Bildungsforum ab 6. November zu sehen. Quelle: Bernd Gartenschläger
Innenstadt

In Anglerkluft stehen sie im Boot und halten stolz ihren fetten Fang in die Höhe: Netze voller Plastiktüten, Flaschen und Joghurtbecher. Mit dem sarkastischen Foto wollen die Potsdamer Professoren Angelika Böhm, Stefan Winter und Bernhard Diekmann nicht nur auf Plastikmüll in Meeren hinweisen, das vom Fotografen Gerhard Westrich inszenierte Bild wird ab Januar auch Teil einer neuen Ausstellung über Wissenschaft in Potsdam werden.

Das Foto ist Hauptmotiv eines Triptychons, das in großem Format und zweisprachig ein neues Forschungsprojekt zwischen der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf und dem Alfred-Wegener-Institut (AWI) auf dem Telegrafenberg vorstellt. Die Filmhochschule untersucht mit den AWI-Wissenschaftlern Möglichkeiten, harte wissenschaftliche Fakten publikumswirksam – zum Beispiel auch in Form spannender Spielfilme – zu verpacken. Zu sehen ist die Tafel ab dem 19. Januar am Bauzaun der ehemaligen Fachhochschule Potsdam (FHP) – zusammen mit 18 weiteren Wissenschaftsprojekten, die alle aus der Stadt kommen.

Drei neue Projekte von Prowissen

Die neue Ausstellung am roten Bauzaun, die die Bilderfolge „1000 Jahre und ein Vierteljahrhundert“ zur Feier von 1025 Jahre Potsdam ablöst, ist das wichtigste und größte von drei neuen Projekten des Vereins Prowissen Potsdam. Alle drei wollen die hiesige Wissenschaft Potsdamern und Besuchen nahe bringen. Neben der großen Bauzaunausstellung gibt es ab kommendem Dienstag auf einem Flur in der Wissenschaftsetage des Bildungsforums Am Kanal 47 die Schau „Wissenschaftsstandorte in Potsdam – damals und heute“ und ab kommenden Mittwoch einen neuen Kubus. Auf vier Seiten wird er sich mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ befassen.

„Wir versuchen die Wissenschaft auf die Straße zu bringen“, sagt Prowissen-Geschäftsführerin Simone Leinkauf. „Wir wollen deutlich machen, was wir hier an Wissenschaft haben.“ Vom Ziel, mindestens 80 Prozent der Potsdamer sollten wissen, dass ihre Stadt den deutschlandweit größten Anteil an Forschern habe und 40 Einrichtungen beherberge, sei man noch weit entfernt. Deshalb will der Verein im kommenden Jahr auch nicht mehr wie sonst einen Kubus auf der Wissenschaftsetage erneuern, sondern mehr Geld ins Marketing stecken und auf seine Ausstellungen aufmerksam machen.

Wissenschaftler suchen Öffentlichkeit

Wissenschaftler wie der Geologe Bernhard Diekmann von der Potsdamer Zweigstelle des AWI heißen das gut: „Die Bevölkerung hat ein Recht darauf zu wissen, welche Erkenntnisse gewonnen und präsentiert werden.“ Gerade in Zeiten von „Fake News“ müsse sie für die Tatsachen gewonnen werden. Auch der Humangeograf Manfred Rolfes von der Universität Potsdam ist entsetzt über die Verfälschungen, die zum Teil kursieren. Der falschen Vorstellung Migration sei „die Mutter aller Probleme“ will er mit seinem Forschungsprojekt über Zusammenhalt in modernen Stadtquartieren entgegentreten. Auch dieses wird in der Freilichtausstellung an der Friedrich-Ebert-Straße präsentiert. In der kleineren Ausstellung in der Wissenschaftsetage selbst ist anhand von 18 Einrichtungen zu sehen, dass Forschung auch an unerwarteten Orten stattfindet. Neben „üblichen Verdächtigen“ wie der Universität Potsdam oder dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung wird dort zum Beispiel auch das Sankt-Josef-Krankenhaus oder die Gedenkstätte in der Leistikowstraße vorgestellt.

Von Rüdiger Braun

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