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Ministerin Kunst (SPD) bald HU-Präsidentin?

Aus Brandenburgs Politik an die Uni Ministerin Kunst (SPD) bald HU-Präsidentin?

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) muss sein Kabinett umbilden. Wissenschaftsministerin Sabine Kunst (SPD) steht vor der Rückkehr in die Wissenschaft. Die 60-Jährige soll Präsidentin der Humboldt-Universität Berlin werden.

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Kehrt zurück in die Wissenschaft: Sabine Kunst (60, SPD) soll Präsidentin der Humboldt-Universität Berlin werden.

Quelle: dpa

Potsdam. Die rot-rote Landesregierung steht vor einer Kabinettsumbildung. Brandenburgs Wissenschaftsministerin Sabine Kunst (SPD) soll Präsidentin der Humboldt Universität (HU) Berlin werden. Das Kuratorium der Hochschule hat sie am Freitag für das Amt nominiert, wie HU-Sprecher Hans-Christoph Keller bestätigte.

Sabine Kunst (60) gilt als Macherin: Die 60-Jährige ist seit 2011 Ministerin in Brandenburg. Zuvor hatte sich Kunst einen ausgezeichneten Ruf als Präsidentin der Universität Potsdam erarbeitet. Im Jahr 2010 wurde sie zur Hochschulmanagerin des Jahres gekürt.

Die Wissenschaftlerin hat in den Bereichen Umweltbiotechnologie, Bauingenieur- und Vermessungswesen sowie Politikwissenschaft promoviert. Als erste Frau war Kunst von Juni 2010 bis 2011 Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Sie lebt in Werder (Havel).

Als Wissenschaftsministerin bewies sie Führungsstärke und setzte gegen den Widerstand der Brandenburgisch-Technischen Universität Cottbus deren Vereinigung mit der Hochschule Lausitz (FH) durch.

Beese: „Großer Verlust für die Regierung“

„Der Vorschlag des Kuratoriums zeugt von großer Wertschätzung für die Arbeit und die Person der Ministerin“, sagte Brandenburgs Regierungssprecher Andreas Beese. „Es wäre ein großer Verlust für die Regierung.“

Kunst habe sich geehrt gefühlt, dass ihr das Angebot unterbreitet wurde, sagte ihr Sprecher Stephan Breiding am Freitag.

Schwieriges Amt an der Universität

Die HU-Präsidentschaft gilt als schwieriges Amt. Die Wahl des Nachfolgers von Jan-Hendrik Olbertz, der nach fünf Jahren nicht wieder antreten wollte, war mehrfach verschoben worden. Im November hatte Martin Lohse seine Kandidatur überraschenderweise kurzfristig zurückgezogen. Das Konzil soll Kunst am 19. Januar zur Präsidentin wählen.

Zuerst hatte der RBB über die Personalie berichtet.

Von Bastian Pauly

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