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Wo in Brandenburg gibt es Funklöcher?

Bürger sollen „weiße Flecken“ melden Wo in Brandenburg gibt es Funklöcher?

Funklöcher im Telefonnetz in Brandenburg sind ein Riesenärgernis. Bislang gibt es allerdings keine genaue Übersicht, wo sich die „weißen Flecken“ im Land genau befinden. Die CDU ruft deshalb Bürger auf, Funklochmelder zu werden. Mit der Übersicht der Funklöcher könne Druck auf Politik und Mobilfunkanbieter ausgeübt werden.

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So sieht die Funklochkarte aktuell im Raum Potsdam aus.

Quelle: Screenshot Webseite

Potsdam. Funklöcher im Telefonnetz in Brandenburg – für CDU-Fraktionschef Ingo Senftleben sind sie schon länger ein „Riesenärgernis“. Für Bürger, Unternehmen und Touristen gleichermaßen. Bislang gebe es allerdings keine genaue Übersicht, wo sich die „weißen Flecken“ im Land genau befinden. Das soll sich nun ändern. Die Fraktion setzt auf die Mithilfe der Bürger und ruft dazu auf, Funklöcher im Land zu melden.

Auf der eigens entwickelten Internetplattform www.funkloch-brandenburg.de könne eingetragen werden, wo es keinen Handyempfang oder mobiles Internet gibt, sagte Senftleben. Bis Mittwochmorgen wurden dort bereits rund 3000 Funklöcher gemeldet.

Gemeldet werden können Funklöcher der drei Anbieter Vodafone, Telekom und O 2. Ziel der Aktion sei es, eine „digitale Landkarte der Funklöcher“ im Land zu zeichnen. Mit der Zahl der Funklöcher könne dann Druck auf die rot-rote Landesregierung, die Mobilfunkanbieter und die Bundesnetzagentur ausgeübt werden. Senftleben hofft, dass die Datengrundlage hilft, um den Handyempfang im Land zu verbessern. Telefonieren oder Surfen per Smartphone sei so wichtig, wie ein Stromanschluss oder fließend Wasser.

Kein Empfang

Kein Empfang: Gerade im ländlichen Raum in Brandenburg gibt es viele Funklöcher.

Quelle: Sebastian Kahnert

Der wirtschaftspolitische Sprecher Dierk Homeyer sagte, die Daten würden am Ende der Aktion öffentlich gemacht. „Das ist kein Geheimmaterial.“ Es werde eine transparente und nachvollziehbare Lagebeurteilung vorgenommen. Die Aktion soll bis Ende September laufen. Kritik äußerte Homeyer an der Landesregierung, die das Problem klein rede und immer nur vage von „bis zu 98 Prozent“ Netzabdeckung rede.

Den Auftrag erhielt von der CDU-Fraktion die Software-Entwickler-Firma backlash-n aus dem niedersächsischen Sögel. Sie betreut und steuert die Internetseite. Nach eigenen Angaben hat die Firma Erfahrung mit diesem Thema. In Niedersachsen gab es im vorigen Jahr eine ähnliche Aktion. Vier sogenannten Samtgemeinden schlossen sich zusammen, um Funklöcher suchen zu lassen. Auch dort sei der Ärger über die geringe Netzabdeckung groß gewesen. „Viele Bürger haben das Ganze als Ventil genutzt, die Funklöcher zu melden“, berichtete Geschäftsführer Martin Knipper. Rund 5000 Funklöcher wurden in der Region gemeldet. Die Aktion sei ein Erfolg gewesen. Nur mit ein paar Klicks könne der genaue Standort angegeben werden, an dem es Probleme beim Mobilfunkempfang gebe, erläuterte Knipper.

Von Igor Göldner

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