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Brandenburg Woidke: Berlin muss sich bewegen
Brandenburg Woidke: Berlin muss sich bewegen
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22:06 13.02.2014
Dietmar Woidke am Donnerstag in der MAZ-Redaktion. Quelle: Detlev Scheerbarth
Potsdam

Die größten Differenzen gebe es in der Frage des Lärmschutzes am künftigen Flughafen BER. „Die Berliner sind vom Lärm am künftigen Flughafen doch genauso genervt wie die Brandenburger“, betonte Woidke. „Die Berliner Politik sollte das Thema ernster nehmen.“ Es gebe ein gemeinsames Interesse, Wirtschaftlichkeit des Flughafens und Akzeptanz in der Bevölkerung in Übereinstimmung zu bringen.

Berlin lehnt die Forderung Brandenburgs für ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr ab und ist auch zu Zugeständnissen nicht bereit. Derzeit verhandeln beide Regierungen über weniger Flugverkehr in den Randzeiten – allerdings bisher ohne Ergebnis. Woidke kündigte an, dass im März der Abschlussbericht vorliegen soll. „Das ist ein dickes Brett, was wir da bohren“, sagte er. Zum Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) habe er trotz allem ein „sehr gutes Verhältnis“, betonte Woidke. „Wowereit ist allerdings auch immer ein harter Verhandler.“ Als weiteren aktuellen Streitpunkt mit Berlin nannte Woidke den gemeinsamen Verkehrsverbund VBB. Zuletzt hatte Berlin Zuschüsse gekürzt – zulasten Brandenburgs. „Das sind Signale, die mich ärgern.“

Woidke deutete gegenüber der MAZ an, dass er die Pläne für eine dauerhafte Weiternutzung des alten Flughafens in Schönefeld (SXF) unterstützt. „Das ist eine überlegenswerte Variante“, sagte er. Voraussetzung sei allerdings, dass dieses Vorhaben in die Gesamtorganisation des BER-Flughafen-Projekts vernünftig eingebunden werde. Ein positiver Effekt wäre, mit einem Weiterbetrieb das Wachstum im Flugverkehr abzufedern. „Wir werden über der Grenze von 27 Millionen Passagieren im Jahr liegen“, sagte Woidke. Zugleich erteilte er Überlegungen von Flughafenchef Hartmut Mehdorn eine Absage, den Flughafen Tegel offen zu halten.

Die Idee, Schönefeld-Alt doch nicht wie geplant zu schließen, hatte Mehdorn kürzlich überraschend ins Spiel gebracht. Das zu DDR-Zeiten errichtete Terminal soll danach weiter genutzt werden – für Billigfluggesellschaften wie Easyjet. Geschäftsflieger fordern das Offenhalten von Schönefeld-Alt mit Blick auf drohende Kapazitätsengpässe am Flughafen schon länger.

Von Igor Göldner

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