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Woidke wechselt Regierungssprecher

Plötzlicher Wechsel Woidke wechselt Regierungssprecher

Die Personalie kam am Montag überraschend: Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) verabschiedet sich von seinem Regierungssprecher Thomas Braune. Der 56-Jährige hatte fast 12 Jahre an der Spitze des Potsdamer Presseamtes gestanden. Seit Woidke Landeschef ist, hatten Beobachter einen Wechsel erwartet, doch der blieb lange aus.

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Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) und Thomas Braune (r.).

Quelle: dpa

Potsdam. Stühlerücken in der Potsdamer Staatskanzlei: Der Journalist Andreas Beese (53) wird zum 1. September neuer Brandenburger Regierungssprecher. Beese löst Thomas Braune ab, der das Amt fast 12 Jahre inne hatte. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) lobte Braune am Montag als langjährigen „vorbildlichen Mittler“ der Landespolitik. Der 56-jährige Braune soll künftig für den Aufbau einer Landesmarketing-Agentur verantwortlich sein.

Der Wechsel kam überraschend. Eigentlich war erwartet worden, dass Regierungschef Woidke bereits nach der für die SPD erfolgreichen Landtagswahl im Vorjahr einen neuen Sprecher einsetzt. Der RBB-Fernsehjournalist Braune war Anfang 2004 vom damaligen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) ins Amt geholt worden. Der gebürtige Hallenser folgte seinerzeit auf den ZDF-Journalisten Erhard Thomas, der die Pressearbeit für den ersten Ministerpräsidenten Manfred Stolpe (SPD) gemanagt hatte.

Andreas Beese ist künftig neuer Regierungssprecher im Land Brandenburg

Andreas Beese ist künftig neuer Regierungssprecher im Land Brandenburg.

Quelle: privat

Für Beobachter war klar, dass sich Woidke mit dem Wahlsieg vom prominenten Vorgänger auch sofort durch die Bestellung eines eigenen Regierungssprechers emanzipieren werde. Aber Woidke ließ Braune im Amt, vermutlich weil ihm der geeignete Kandidat fehlte und wohl auch, um die Neustart der Landesregierung aus SPD und Linker nicht zu gefährden. Braune war dabei, als Platzeck die erste rot-rote Koalition in schwieriger Zeit schmiedete. 2009 gab es massive Stasi-Vorwürfe gegen die Linke. Braune leistete seinen Teil, dass das fragile Bündnis hielt.

Braune war aber nicht nur Ansprechpartner für die Medien, sondern folgte auch Platzecks Ruf, Politik möglichst bodenständig zu präsentieren. So gehen die landesweiten Tage des offenen Unternehmens und die alljährlichen Ehrenamtsempfänge auf seine Initiative zurück. Eng wurde es für ihn jedoch, als er 2012 beim RBB darauf drängte, eine Szene aus einem TV-Beitrag herauszuschneiden, in der sich Platzeck unwillig auf Reporterfragen zum Pannenflughafen BER geäußert hatte. Die Opposition hatte Braune daraufhin politische Einflussnahme vorgeworfen und seine Ablösung gefordert.

Von Volkmar Krause

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