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Brandenburg „Xavier“ tötete 40.000 Brandenburger Bienen
Brandenburg „Xavier“ tötete 40.000 Brandenburger Bienen
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12:37 25.11.2017
Beide Bienenvölker fielen dem Sturm zum Opfer. Quelle: dpa/Patrick Pleul
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Berlin

Die beiden Brandenburger Bienenvölker auf dem Dach der Landesvertretung in Berlin sind tot. Sie seien Anfang Oktober dem verheerenden Herbststurm „Xavier“ zum Opfer gefallen, bedauerte Holger Ackermann, Sprecher des Brandenburgischen Imkerverbandes. Er hatte die Völker zur Verfügung gestellt, um für Imker und mehr Bienenvölker in Brandenburg zu werben. Der Verlust sei tragisch. Etwa 40.000 Tiere kamen ums Leben, sagte er.

Blick auf den umgestürzten Bienenstock auf dem Dach der Landesvertretung Brandenburgs in Berlin. Sie wurden mittlerweile vom Dach entfernt. Quelle: Holger Ackermann / dpa

„Der Anblick der vom Wind umgestoßenen und leeren Stöcke war ein Schock“, sagte er. Üblicherweise beginne jetzt die Winterruhe der Bienen. Sie schlafen jedoch nicht, sondern liegen dicht aneinander gekuschelt und schöpfen Kraft. „Der Tod kam plötzlich“, sagte er. Vermutlich seien zunächst die beiden Königinnen ums Leben gekommen. Dann starben die Drohnen und Arbeitsbienen beziehungsweise flüchteten aus dem Chaos ohne Überlebenschance.

Im ganzen Land entwurzelte Bäume, hunderte zerstörte Autos, viele beschädigte Straßen und Wege: Sturmtief „Xavier“ hat am 5. Oktober auch in Brandenburg gewütet. Wir zeigen die Bilder der Verwüstung.

Die ebenfalls vom Imkerverband im Frühjahr vor der Staatskanzlei in Potsdam aufgestellten beiden Bienenstöcke haben die Unwetter im Herbst unbeschadet überstanden. „Ich habe leises Summen aus dem Inneren gehört“, sagte Ackermann nach einem Kontrollbesuch.

Honig dieser Saison bereits geerntet

Die märkischen Bienen in Berlin hatten den Sommer über im Umkreis von etwa fünf Kilometern um die Landesvertretung fleißig gesammelt. Zum Teil seien sie täglich zu mehreren Flügen aufgestiegen. „Glücklicherweise konnte der Honig dieser Saison bereits geerntet werden“, sagte Ackermann. Einige Kilogramm der Sorte „Blütenmischung“ stünden nun bereit und werden vom Land zu besonderen Gelegenheiten verschenkt. 2016 hatten beispielsweise Brandenburger Olympiateilnehmer in Brasilien den Honig im Gepäck.

Der Bevollmächtigte des Landes Brandenburg beim Bund, Staatsekretär Thomas Kralinski (links) und der Brandenburger Imker Holger Ackermann bestücken im Frühjahr 2016 ein Bienenvolk mit neuen Waben. Quelle: dpa

Die beiden vom Sturm beschädigten Bienenstöcke hat Ackermann unterdessen vom Dach geräumt. Sie wurden gesäubert und warten auf neue Bewohner auf der Landesvertretung in der kommenden Saison.

Der Brandenburger Imkerverband hat etwa 22.000 Mitglieder, die etwa 22.000 Völker halten. Der Ertrag lag in diesem Jahr unter 30 Kilogramm pro Volk, ein optimaler Wert.

Von Gudrun Janicke

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