Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Zähne der märkischen Kinder immer gesünder

Mundgesundheit Zähne der märkischen Kinder immer gesünder

Karius und Baktus werden arbeitslos: Immer mehr Kinder in Brandenburg haben kariesfreie Zähne. Zwar hat sich die Zahngesundheit bei Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren in den vergangenen zehn Jahren deutlich verbessert. Allerdings gibt es ein großes Problem – für das vor allem die Eltern verantwortlich sind.

Voriger Artikel
44 Jobs in 150 Tagen: Einblicke ins Handwerk

Eltern putzen Kinderzähne! Erst legen die Kinder los, dann putzen die Eltern nach – raten Experten.

Quelle: dpa

Potsdam. Immer mehr Kinder in Brandenburg haben kariesfreie Zähne. Wie das Brandenburger Gesundheitsministerium auf Anfrage mitteilte, habe sich die Zahngesundheit bei Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren in den vergangenen zehn Jahren deutlich verbessert. Das geht aus Daten der Zahnärztlichen Dienste der Gesundheitsämter hervor.

Demnach haben im Alter von drei Jahren heute 86,5 aller Mädchen und Jungen kariesfreie Zähne. Im Jahr 2007 lag dieser Anteil noch bei 83 Prozent.

Auch bei den Kindern in der Altersgruppe von sechs Jahren hat sich die Mundgesundheit in den vergangenen zehn Jahren verbessert: Heute haben 56,7 Prozent ein kariesfreies Gebiss. Im Jahr 2007 waren es 46,5.

Die Kitas sorgen für Biss

Ein Grund für die zunehmende Mundgesundheit von märkichen Kindern ist laut Ministeriumssprecher Gabriel Hesse die Prävention in den Kitas: „90 Prozent der Kitas nehmen an der Prophylaxe teil. Wir erreichen damit fast alle Kindergartenkinder.“ Von der Kindertagesstätte bis zur Schule führen die Zahnärztlichen Dienste der Landkreise und kreisfreien Städte jährlich ihre zahnärztlichen Untersuchungen durch.

Ein Drittel der märkischen Kitas würde zudem am Präventionsprogramm „Kita mit Biss“ teilnehmen. Die Kitas verpflichten sich dabei einen Kitaalltag zu schaffen, der die Zahngesundheit der Kinder fördert. Dazu gehört das Anbieten eines zahngesunden Frühstücks sowie von zuckerfreien Getränken. Der Vormittag wird zuckerfrei gestaltet, die Zähne geputzt und frühzeitiges Abgewöhnen des Nuckels gefördert. „Dabei lernen die Kinder auch, dass Zähneputzen Spaß macht“, so Hesse.

Die Eltern müssen ran

Außerhalb der Kitas und Schulen gibt es in Sachen zahnärztliche Vorsorge großen Nachholbedarf. Brandenburger Eltern gehen mit ihren Kindern viel zu selten zur Vorsorge zum Zahnarzt. Das geht aus dem aktuellen Zahnreport der Barmer Krankenkasse hervor, der die Daten von 14.100 versicherten Kindern ausgewertet hat. Demnach haben in der Altersgruppe der zweieinhalb bis sechsjährigen Kinder nur 37,4 Prozent eine zahnärztliche Früherkennungsuntersuchung im Jahr 2015 in Brandenburg in Anspruch genommen. Das sind rund 5300 Kinder.

Experten raten, dass Eltern möglichst früh mit ihren Kindern zur Vorsorge gehen sollten. „Kariesfreie Milchzähne sind die Voraussetzung dafür, dass auch die nachwachsenden Zähne gesund sind. Müssen Zähne gezogen werden, können die Zahnlücken bleibende Sprachfehler verursachen. Eltern sollten möglichst früh mit ihren Kindern zur zahnärztlichen Vorsorge gehen, damit mögliche Erkrankungen und Entwicklungsstörungen im Zahn-, Mund- und Kieferbereich rechtzeitig erkannt werden“, sagt Gabriela Leyh, Landesgeschäftsführerin der Barmer.

Von Diana Bade

Voriger Artikel
Mehr aus Brandenburg
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg