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Cottbus: Starker Anstieg von rechten Aktivitäten

Anstieg rechter Veranstaltungen Cottbus: Starker Anstieg von rechten Aktivitäten

In Brandenburg ist die Zahl der rechtsextremen Aktivitäten im Vergleich zu 2016 deutlich gesunken. In Cottbus hat sich hingegen die Zahl der rechten Veranstaltungen verdreifacht.

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Zwar sind in Brandenburg die Zahlen von rechtsextremen Veranstaltungen gesunken – in Cottbus haben sich die Aktivitäten aber mehr als verdreifacht. (Symbolbild)

Quelle: Reyk Grunow (MAZArchiv)

Cottbus. Während die Zahl der rechtsextremen Demonstrationen und fremdenfeindlicher Kundgebungen in Brandenburg im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen ist, hat sich die Zahl in Cottbus gegenüber dem Vorjahr mehr als verdreifacht. Dort stieg die Zahl der rechtsgerichteten Aktivitäten von 9 im Jahr 2016 auf 28 Veranstaltungen.

Cottbus: „Berührungsängste zu extrem rechten Akteuren geringer“

„Das Veranstaltungsgeschehen fremdenfeindlicher rechter Kräfte und deren Mobilisierungskraft ist insgesamt stark zurück gegangen“, sagte die Linke-Landtagsabgeordnete Andrea Johlige. „Dennoch sind rassistische und fremdenfeindliche Positionen in Teilen der Bevölkerung nicht einfach verschwunden.“

Dies lasse sich insbesondere in Cottbus beobachten, betonte Johlige. „Die aktuellen Ereignisse in Cottbus zeigen, dass solche Potenziale aktivierbar sind und die Berührungsängste zu extrem rechten und neonazistischen Akteuren immer geringer werden.“

Auseinandersetzungen zwischen Migranten und Deutschen

Nach mehreren gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Migranten und Deutschen hatte die Landesregierung im Januar eine Zuzugssperre für Flüchtlinge verhängt. Außerdem soll die Lage in der südbrandenburgischen Stadt mit dem Einsatz von mehr Polizisten und Sozialarbeitern befriedet werden.

Erst am vergangenen Samstag demonstrierten Tausende in Cottbus gegen Zuwanderung. Kurz zuvor waren mehrere hundert Bürger für ein friedliches Miteinander auf die Straße gegangen.

Zahl der rechten Konzerte in Brandenburg gestiegen

Insgesamt gab es im vergangenen Jahr in Brandenburg 99 rechte Kundgebungen, Mahnwachen oder Demonstrationen, gegenüber 171 im Jahr 2016, wie das Innenministerium auf eine Anfrage der Linke-Fraktion im Brandenburger Landtag mitteilte.

Die Zahl der rechten Konzerte in Brandenburg erhöhte sich von zwei im Jahr 2016 auf elf im vergangenen Jahr. Drei Veranstaltungen konnten von der Polizei verhindert werden.

Von MAZonline

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