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Brandenburg Zahn-OP für Braunbär Igor im Wildpark
Brandenburg Zahn-OP für Braunbär Igor im Wildpark
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17:42 16.09.2016
Zahn-Untersuchung am 16. September 2016 für Braunbär Igor. Quelle: Ralf Hirschberger
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Potsdam/ Baruth

Der 250 Kilo schwere Braunbär Igor aus dem Wildpark bei Baruth in Brandenburg ist am Zahn operiert worden. Mehrere freiwillige Helfer waren am Freitag im Wildpark Johannismühle nötig, um den betäubten 21 Jahre alten Bären zu bewegen.

Kostspielige: 3000 Euro soll die Zahn-OP laut Wildpark kosten. Quelle: Ralf Hirschberger

Bei der OP lag Igor auf dem Rücken, alle Viere von sich gestreckt. Seine lange Zunge hing schlaff aus dem Maul, während sich Spezialisten um seine entzündeten Zahnwurzeln kümmerten. Am Nachmittag dauerte die OP noch an, ein zweiter Braunbär mit demselben Problem sollte nach Igor ebenfalls behandelt werden, sagte Park-Geschäftsführer Julian Dorsch.

Igor ganz nah. Quelle: Ralf Hirschberger

Nach Dorschs Angaben richteten ein auf Bären spezialisierter Zahnarzt aus Hamburg und Spezialisten des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) aus Berlin für die OP ein provisorisches Lager vor Ort ein. Verwendet würden ähnliche Instrumente wie beim Menschen-Zahnarzt, sie seien aber größer.

. Quelle: dpa-Zentralbild

Karies komme auch bei Bären in freier Wildbahn vor, so Dorsch. Anderen Experten zufolge gibt aber einen Zusammenhang zwischen Zahnschäden und falscher Haltung sowie Ernährung in der Vergangenheit - heutzutage stammen viele Braunpärken etwa aus Zirkussen.

Durch Zufall den maroden Backzahn entdeckt

„Der Zahnschmerz-Befund bei Meister Petz war reiner Zufall“, sagte Wildpark-Geschäftsführer Julian Dorsch Ende August. Eigentlich wollte das von IZW-Leiter Frank Göritz angeführte Team heraus finden, warum Igor so schlecht läuft, seit er nach der Winterruhe aus seiner Höhle gekrochen kam.

. Quelle: Ralf Hirschberger

Zucker und Gitterstäbe sind Grund des Übels

Der Grund für seine hochgradige Hüftgelenksarthrose auf beiden Seiten wurde rasch ausfindig gemacht. Vermutet wird, dass dies eine Spätfolge der Bedingungen ist, unter denen der Bär bis 2009 – vor einem Umzug nach Joahnnismühle – gehalten wurde.

Bereits als Jungtier kam der im Tierpark Stendal geborene Igor in den Tierpark Kalletal. Dort wurden drei Braunbären auf engstem Raum alles andere als artgerecht zur Schau gestellt.

. Quelle: Ralf Hirschberger

„Als Nebenbefund wurde bei Igor eine eitrige Zahnwurzel im Unterkiefer festgestellt“, sagt Dorsch damals. Vermutlich kaute Igor dort vor Langeweile auf den Gitterstäben herum, bekam Honig, Kuchen, Weißbrot oder andere Dinge zu fressen, die viel Zucker enthalten. Die Folge davon waren kranke Zähne.

Das Hüftproblem wurde derweil behoben. Der Bär „geht es mit seiner Hüfte etwas besser“, heißt es seitens des Wildparks.

Von Sophia Weimer

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