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Brandenburg Zehntausende atmen giftige Gase in Berlin ein
Brandenburg Zehntausende atmen giftige Gase in Berlin ein
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11:19 06.11.2015
Knapp 64 300 Berliner atmen tagtäglich giftige Stickoxide ein. Quelle: dpa
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Berlin

In Berlin leben weit mehr als 60 000 Menschen in Gebieten, in denen die Grenzwerte für giftige und gesundheitsschädigende Stickoxide überschritten werden. Das geht aus einer Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag zurück. Stickoxide – insbesondere Stickstoffdioxid – reizen und schädigen die Atmungsorgane. Erhöhte Konzentrationen in der Atemluft, wie sie an zahlreichen Stellen Berlins gemessen wurden, können die Lungenfunktion von Erwachsenen, vor allem aber von Kindern nachhaltig und irreparabel schädigen. Dauerhafte Atmungsprobleme und chronische Erkrankungen wären die Folge.

Diesel-Fahrzeuge als Auslöser für die Luftvergiftung

Laut Umweltministerium wohnen demnach in ganz Deutschland 382 213 Menschen an Straßen, in denen teilweise sogar deutlich überhöhte Werte gemessen wurden. Die Grünen gehen indes davon aus, das die tatsächliche Zahl sogar bei einer Million liegt. Die weitaus größte Zahl der Betroffenen nennt das Ministerium mit 221 780 zwar für die Hansestadt Hamburg, doch knapp 20 Prozent aller betroffenden Personen wohnen demnach in Berlin.

In einem aktuellen Bericht des Umweltministeriums heißt es, um eine Einhaltung der geltenden Emissionsbegrenzungen zu erreichen, müssten künftig mehr „unabhängige behördliche Kontrollen“ von Diesel-Fahrzeugen stattfinden. Die Kosten für diese Kontrollen müssten dem Bericht zufolge die Hersteller tragen.

Europäische Kommission leitet Verfahren gegen Deutschland ein

Übrigens: Die Europäische Kommission hatte am 18. Juni wegen der Grenzwert-Überschreitungen bereits ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet.

Von Odin Tietsche und Burkhard Fraune

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