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Zehntausende feiern beim Lollapalooza in Berlin

Rummel zwischen Einhörnern und Rockstars Zehntausende feiern beim Lollapalooza in Berlin

Zirkusartisten, Seifenblasen und viel gute Musik: Das amerikanische Festival Lollapalooza begeisterte an diesem Wochenende Berlin. Die Headliner konnten sich sehen lassen: Kings of Leon, Paul Kalkbrenner, Radiohead und die Kaiser Chiefs. Doch nicht alle können es genießen.

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Zehntausende haben beim Lollapalooza in Berlin gefeiert.

Quelle: dpa

Berlin. Seifenblasen steigen in den Berliner Sommerhimmel. Ein Einhorn wippt im Takt zu Indie-Rock und Reggae. Zwischen Zirkusartisten und Karussell spielen Kings of Leon, Paul Kalkbrenner und Philipp Poisel. Zehntausende Musikbegeisterte feiern mit ihnen auf dem wohl buntesten aller deutschen Festivals, dem Lollapalooza in Berlin. Zum zweiten Mal macht der europäische Ableger des US-Festivals Station in Berlin.

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Bunt, schrill und vor allem voller fetter Sounds: Das Lollapalooza-Festival findet zum zweiten Mal in Berlin statt. Zehntausende Gäste feiern Bands wie Kings of Leon oder Tocotronic, Künstler wie Philipp Poisel oder Electrobeats von Paul Kalkbrenner. Diesmal im Treptower Park.

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Geboten wird auf vier Bühnen ein knallbunter Stilmix zwischen Elektro-House und Indierock, Schmusepop und HipHop. Die Besucher schwitzen bei 30 Grad selbst in Hotpants, die Glitzerschminke verläuft. Endlich mal ein Festival mit Sommerstimmung – nachdem Rock am Ring und das Hurricane in diesem Jahr in Regen und Gewittern absoffen. 70 000 Tickets sind für jeden der zwei Tage verkauft.

„Als gäb’s kein Morgen mehr“

Radiohead – eine der maßgeblichen, weil experimentierfreudigsten Bands der 90er-Jahre aus Großbritannien – geben zum Abschluss am Sonntag das einzige Deutschland-Konzert in diesem Jahr – lang erwartet und gefeiert.  

Am Abend zuvor müssen sich die Fans zwischen Kings of Leon und New Order entscheiden. Offizieller Headliner ist die US-Rockband Kings of Leon. Poisel, bei dem die Menge fast jedes Lied laut mitsingt, tanzt wild über die Bühne: „Als gäb's kein Morgen mehr“. Max Herre und sein Kahedi Orchestra mixen Reggae mit HipHop, Soul mit Folk. Schon am Nachmittag wird es voll bei den Kaiser Chiefs.

Einhörner, überall Einhörner

Die Jüngeren stehen auf den britisch-norwegischen DJ Alan Walker.  Und sonst? Einhörner sind überall, ob aufgeblasen, selbst gebastelt oder auf dem Brillenglas. Indianerschmuck hat die Blumenketten abgelöst. Viele haben die regenbogenfarbenen Windräder aus der Deko mitgehen lassen. Und selbst Männer tragen Goldglitter zu Basecap und Achselshirt.

  Verdrängt sind die Anwohnerproteste, wegen derer das Festival kurz vor dem Start auf der Kippe stand. Weil auf dem Tempelhofer Feld Flüchtlinge untergebracht sind, musste das Fest von dort in den Treptower Park umziehen. Anwohner befürchteten nicht nur Lärm, sondern auch, dass Park und Wiese zerstört werden. Die Organisatoren hatten die Tickets auf eigenes Risiko verkauft und eine Millionenkaution für den Park hinterlegt – doch fürs hippe Party-Berlin wäre eine Absage undenkbar gewesen.

Von dpa

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