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Brandenburg Zoo-Direktor rüstet sich gegen Känguru-Mafia
Brandenburg Zoo-Direktor rüstet sich gegen Känguru-Mafia
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06:40 03.03.2016
Diesem Känguru-Baby geht es gut. Wie es den gestohlenen Tieren geht, ist nicht gewiss. Quelle: dpa-Zentralbild
Altreetz

Wer stiehlt kleine Kängurus? Diese Frage treibt derzeit Peter Wilberg, Direktor des Oderbruchzoos Altreetz (Märkisch-Oderland) um. In den vergangenen Wochen verschwanden zwei Jungtiere spurlos aus dem kleinen Tierpark. „Die Diebe haben die Tiere direkt aus dem Beutel der Mutter gestohlen“, sagte Wilberg am Mittwoch. Beim zweiten Mal sei auch die Mutter gestorben. „Vermutlich hatte sie Panik. Kängurus sind sehr panische Tiere.“ Sichtbare Verletzungen habe das Tier jedenfalls nicht aufgewiesen.

Nun rüstet der Zoo auf. „Der Betrieb steht nachts unter Flutlicht“, sagte Wilberg der MAZ. Am Känguru-Gehege werde nun eine Videoüberwachung installiert. Er befürchtet, dass die Diebe zurückkommen.

Auffällig: Nur Jungtiere wurden gestohlen

Denn auch auf einem Privatgrundstück im Oderbruch wurden vergangene Woche zwei Kängurus getötet. Ein Tier war erschlagen worden, dem anderen wurde die Kehle aufgeschlitzt. Ein drittes – ein Jungtier – ist seither verschwunden. Das findet Zoo-Direktor Wilberg besonders auffällig. „Ich glaube nicht, dass zufällig nur die Jungtiere mitgenommen wurden. Wir vermuten dahinter mafiöse Strukturen.“ Illegale Händler könnten es auf die Exoten abgesehen haben, auf dem Schwarzmarkt könne man für Weibchen Tausend Euro und mehr verlangen.

Einen weitere Möglichkeit will Zoo-Direktor Peter Wilberg nicht ausschließen. „Vielleicht sind die Tiere auch in Berlin gelandet, in einem Gourmetlokal, das damit spezielle Gäste anlocken will“, sagte er.

Die Polizei, bei der Wilberg Anzeige erstattet hat, hat keine Spur und offenbar keinen Ansatzpunkt. „So einen Fall hatten wir noch nie“, sagte Sprecherin Bärbel Cotte-Weiß.

Von Torsten Gellner

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