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Zu Besuch in Gaulands Nachbarschaft

AfD-Chef Alexander Gauland Zu Besuch in Gaulands Nachbarschaft

Mit seinen Äußerungen über den Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng sorgte Brandenburgs AfD-Chef Alexander Gauland für viel Wirbel. Was halten eigentlich die Nachbarn des AfD-Politikers von dessen Äußerungen? Ein Streifzug durch das Potsdamer Nobelviertel Berliner Vorstadt.

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Die Berliner Vorstadt am Heiligen See in Potsdam.
 

Quelle: Danilo Hafer

Postdam.  Herrschaftliche Villen, goldene Klingelschilder und ein gepflegter Rasen prägen die Berliner Vorstadt am Heiligen See in Potsdam. Irgendwo hier zwischen Manger-, See- und Berliner Straße wohnt der Brandenburger AfD-Vorsitzende Alexander Gauland.

Mit seinen jüngsten Äußerungen über Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng sorgte der AfD-Politiker bundesweit für Wirbel. „Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben“, wird Gauland in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zitiert.

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Was halten eigentlich die Nachbarn des AfD-Politikers von dessen Äußerungen?

Das Ehepaar W. wohnt schon seit 14 Jahren nur wenige Meter von Alexander Gauland entfernt. Und als Nachbarn schätzen sie ihn nur wenig. „Zweimal im Jahr feiert hier die gesamte Nachbarschaft ein Fest, Herrn Gauland haben wir da noch nie gesehen“, sagen sie. Und auch die neuesten Aussagen stoßen bei dem älteren Ehepaar auf Unverständnis. „Er kann ja gerne sagen, dass er selbst Boateng nicht als Nachbarn haben möchte, aber das nicht auf alle Menschen übertragen.“ Sie selbst hätten indes nichts dagegen, wenn Boateng neben ihnen wohnen würde, sagen sie und lachen.

Ein paar Hundert Meter weiter, in der Nähe der Villa des Modedesigners Wolfgang Joop, geht Constanze Schönbrodt mit ihrem Kind spazieren. Auch für sie sind die Worte ihres entfernten Nachbarn, den sie im Übrigen noch nie gesehen hat, „völliger Quatsch“. Dennoch: „Das Sicherheitsgefühl spielt für mich eine wichtige Rolle“, sagt die junge Mutter. Flüchtlinge in ihrer Nachbarschaft sehe sie daher kritisch.

Mit seiner Aussage, Boateng wolle niemand als Nachbarn, sorgte Brandenburgs AfD-Chef für viel Wirbel.

Quelle: dpa

 In einem Restaurant an der Berliner Straße sitzt Mathias Lutze und macht Mittagspause. Für den 54-Jährigen sind die Aussagen Gaulands grenzwertig. „Trotzdem entspricht es leider auch etwas der Wahrheit.“ Denn vor allem in den wohlhabenderen Gegenden, in denen die Menschen viel Geld investiert haben, sei die Angst vor dem Unbekannten groß, meint Mathias Lutze.

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Von Danilo Hafer

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