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Brandenburg Zum Anbeißen
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13:27 27.03.2013

Das hat der Münsteraner Wirtschaftspsychologe Alfred Gebert entdeckt. Anhand kleiner Details des österlichen Schoko-Genusses kann er die Persönlichkeit des Hasen-Beißers entlarven. Wie packt jemand den Hasen aus? Wo fängt er an? Sind zuerst die Ohren dran? Oder wird gleich der ganze Hase zerbröselt?

Acht verschiedene Typen hat der Experte ausgemacht. Vom zielstrebigen Knibbler über den rätselhaften Zerstörer bis hin zum mehrheitsfähigen Kopfabbeißer ist alles vertreten in der Psychologie des Schokohasen-Essens, die Gebert mit einem „kleinen Augenzwinkern“ präsentiert.

Etwa jeder zweite Deutsche vertilgt seinen Schokohasen ganz gesittet von oben nach unten. Mit dem ersten großen Happen verschwinden die Ohren und je nach Appetit auch gleich ein Stück vom Hasen-Kopf. Daher auch die Bezeichnung: „der Kopfabbeißer“. Menschen, die so ihrem Hasen zu Leibe rücken, sind laut Gebert zumeist praktisch veranlagt. Ihnen ist ihr Privatleben wichtiger als der Beruf. Sie fühlen sich zu Hause einfach wohl.

Das langsame Hocharbeiten ist dagegen seltener. Die „Poabbeißer“ nehmen sich zuerst das stabile untere Ende des Hasen vor. Der Biss in die dicke Schokolade bedeutet: Hier ist ein Genießer am Werk, der für sich das Beste haben will. Mitunter ist er egoistisch. Und er hat eine Schwäche für edlen Spargel.

Zu einem handwerklichen Ereignis lässt „der Praktische“ das Hasen-Vertilgen werden. Er packt den Hasen zum großen Teil aus. Nur ums Fuß-ende bleibt noch etwas Folie gewickelt. Vorsichtig wird die Schokolade zerbröselt. Dabei dient das Fußteil als Auffangbecken für die Schoko-Krümel. Alles ist wohldurchdacht. Gebert hat herausgefunden, dass diese Bastler hilfsbereite Menschen sind, die sich im Job gut auskennen und auch mal das große Wort führen. Sie sind meist diejenigen, die um Rat gefragt werden. Sie kennen sich aus, sie wissen Bescheid – und kommen deswegen manchmal als Besserwisser rüber. Der Praktische ist zudem jemand, der gern Geld ausgibt.

Erkenntnisse wie diese beruhen nicht etwa auf Beobachtung und bloßen Rückschlüssen. Der Psychologie-Professor Gebert hat per Fragebogen die Eigenschaften und eben bestimmte Essgewohnheiten hunderter Menschen ermittelt. Dann hat er nach häufigen Übereinstimmungen zwischen Persönlichkeit und Hasengenuss gesucht.

So hat er auch den „Verklemmten“ beim Hasen-essen ausgemacht. Dessen Markenzeichen: Nach jedem Biss wird der Hase gleich wieder eingewickelt, so dass keine Schokolade mehr zu sehen ist. Das sind häufig Menschen, die nicht so viel von sich preisgeben wollen. Sie haben Angst davor, dass man sie durchschaut. Es gibt allerdings noch eine zweite, profanere Erklärung: Der- oder meist diejenige macht eine Diät. Da ist es auf jeden Fall besser, die verführerische Süßigkeit gut zu verpacken.

Alles verhüllt lässt auch „der Chaotische“ – allerdings nicht aus Diätgründen. Er vergisst einfach, dass bei ihm zu Hause ein Schokohase zum Verzehr bereitsteht. „Da erkenne ich mich manchmal auch selbst wieder“, erzählt Gebert. Die Hasenvergesser sind eher sprunghafte Menschen. Sie haben häufig tolle Ideen. Aber wie gesagt, für sie gibt es wichtigere Dinge als Schokoladeessen. Einem Bierchen, zum Beispiel, sind sie nicht abgeneigt.

Ziemlich handfest geht es beim Zerkrümler zu. Noch in der Folie wird der Hase in kleine mundgerechte Stückchen zerkrümelt, dann ausgewickelt und häppchenweise gegessen. So gehen zielstrebige Menschen vor, die keine Zeit verlieren wollen.

Es gibt aber auch den „Zerstörer“. Er nimmt sich für sein Werk etwas mehr Zeit. Der Hase wird ausgepackt, die Folie glatt gestrichen. Und dann wird mit einem kräftigen Hieb der Schokohase zertrümmert. Die Zerstörer sind rätselhafte Menschen. „Mal chaotisch, mal cool“, sagt Gebert. Sie sind noch auf der Suche nach der eigenen Identität.

Stück für Stück holt sich „der Knibbler“ die Schokolade vom Hasen. Mit gefühlvollem Daumen ertastet er eine dünne Stelle. Nach dem sanften Durchbruch geht es vom Loch aus in kleinen Schokobröckchen weiter. Der Knibbler hat eindeutig Überraschungsei-Erfahrung. Da drückt der gefühlvolle Daumen das Ei in der Mitte auf und stößt auch gleich auf das gelbe Plastikinnere. Für den Knibbler zählt einzig das Ziel, nicht der Weg.

Übrigens, ob jemand ein Faible für Osterhasen aus Pfefferminzschokolade hat oder am liebsten zu teuren Marken-Hasen greift, sagt Gebert zufolge herzlich wenig über die Persönlichkeit des Menschen aus. Aber eines lässt sich auf jeden Fall belegen. Schokolade macht glücklich. Jedenfalls solange man sie in Maßen verzehrt. (Von Ute Sommer)

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