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Zwei Drittel der Züge auf neuer ICE-Strecke verspätet

Berlin – München Zwei Drittel der Züge auf neuer ICE-Strecke verspätet

Die neue ICE-Strecke zwischen Berlin und München sollte für die Bahn ein Prestigeprojekt sein. Doch schon auf der Jungfernfahrt gab es Probleme. Nun stellt sich heraus: Zwei Drittel der Züge sind in den ersten Tagen mit Verspätung angekommen. Die Bahn verweist darauf, dass die meisten Fernzüge über die Feiertage pünktlich gewesen seien.

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Die Bahn hat mit ihrer neuen Verbindung große Probleme.

Quelle: imago/Tom Maelsa

Potsdam. Holpriger Start für ein vermeintliches Prestigeprojekt: Rund zwei Drittel aller Verbindungen auf der neuen ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin-München sind verspätet ans Ziel gekommen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag hervor. Zuvor hatte die „Bild“ darüber berichtet.

Die Strecke war am 10. Dezember in Betrieb genommen worden. Bis zum 18. Dezember fuhren 289 Züge, wovon nur 94 planmäßig am Ziel ankamen. 195 Züge erreichten den Zielbahnhof verspätet, davon hatten 125 ICE eine Verspätung von mindestens sechs Minuten.

Grüne: Bahn vernachlässigt ihr Kerngeschäft

„Wenn nicht mal auf ihrer Prestige-Strecke Züge pünktlich sind, dann ist im Staatskonzern gehörig was faul. Es rächt sich jetzt, dass die DB in Prestigeprojekte und Weltkonzern-Ambitionen investiert, aber ihr Kerngeschäft, Menschen in Deutschland günstig, komfortabel und verlässlich von A nach B zu transportieren, vernachlässigt“, sagte Grünenfraktionsvize Oliver Krischer. „Was nützen einzelne Hochgeschwindigkeitsstrecken und unterirdische Bahnhöfe, wenn ständig der Anschluss verpasst wird und bei der ersten Schneeflocke gleich das Netz zusammenbricht.“ Statt „Prestige und Weltkonzern-Getue“ brauche die Bahn Investitionen in Alltagsinfrastruktur für mehr Verlässlichkeit, sagte der Politiker.

Bereits bei der Eröffnungsfahrt der Strecke, die für rund zehn Milliarden Euro ausgebaut worden war, hatte ein Zug aus München Verspätung. Auch in den folgenden Tagen bremsten Züge auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke ab oder fielen ersatzlos aus. Die Bahn erklärte die Pannenserie mit Problemen mit der neuen europäischen Sicherheitstechnik ETCS.

Bahn: 90 Prozent der Züge zum Fest pünktlich

Über Weihnachten ist jeder zehnte Fernzug zu spät angekommen – umgekehrt seien mehr als 90 Prozent der Züge an den Feiertagen pünktlich gewesen, sagte eine Bahn-Sprecherin. Nach anfänglichen technischen Schwierigkeiten auf der neuen Schnellfahrstrecke Berlin-München sowie dem Wintereinbruch kurz vor dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember habe sich die Pünktlichkeit im Fernverkehr deutlich stabilisiert, hieß es.

Auch auf der Schnellfahrstrecke Berlin-München seien die Züge während der Feiertage zu mehr als 90 Prozent pünktlich gewesen.

Von Torsten Gellner

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