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Zwei Sterne-Restaurants in Brandenburg

Guide Michelin 2018 Zwei Sterne-Restaurants in Brandenburg

Der „Guide Michelin“ ist die Bibel der Feinschmecker, die am Dienstag in Potsdam vorgestellt wurde. Brandenburg ist nicht gerade der Mittelpunkt der Feinschmeckerszene, aber immerhin zwei Sterne-Restaurants gibt es. Eines ist altbekannt, das andere hat zum ersten Mal einen begehrten Stern erobert.

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Kann sich über einen Stern freuen: René Klages vom Restaurant „17fuffzig“.
 

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam.  Wie gut Brandenburgs Küche ist, haben die Experten des „Guide Michelin“ in ihrer neuen Bibel für Feinschmecker beurteilt, die am Dienstag in der Landeshauptstadt Potsdam vorgestellt wurde. Zwei Restaurants dürfen sich in der Mark mit einem Stern des französischen Restaurantführers in der Deutschlandausgabe 2018 schmücken.

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In der Metropolishalle in Potsdam wurden am Dienstag die besten Köche Deutschlands ausgezeichnet. Es gab eine große Sause.

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Die Brandenburger Sterne

Das Restaurant „Friedrich Wilhelm“ in Potsdam konnte einen Stern verteidigen. Erstmals hatte es 2004 die Auszeichnung des Guide Michelin erhalten. Die Küche des Hotels Bayrisches Haus setzt auf hochwertige Produkte, vorzugsweise aus dem regionalen Umfeld.

All diese Köche sind künftig Sterneköche

All diese Köche sind künftig Sterneköche.

Quelle: Julian Stähle

Das Restaurant „17fuffzig“ in Burg im Spreewald (Spreewald-Neiße) geht ein weiterer Stern nach Brandenburg. Das Restaurant startete nach einer monatelangen Pause mit einem neuen Team um Chefkoch René Klages im Februar diesen Jahres neu. „Das alte Restaurant hat mit unserer Küche nichts mehr zu tun“, sagt der Koch, der sich nun Sternekoch nennen darf. Er setzt auf französische Küche mit japanischen Aromen. In Topf und Pfanne kommt bei ihm nur, was von allerhöchster Qualität sei. „Regional ist deshalb ein Trend, den wir nicht mitgehen“, sagt Klages.

René Klages (links) vom Haus 17fuffzig in Burg (Spreewald)

René Klages (links) vom Haus 17fuffzig in Burg (Spreewald).

Quelle: Bernd Gartenschläger

Das „Kochzimmer“ in Beelitz indes hat den Stern nicht verteidigt, sondern verloren. „Die Tester hatten ja gar nicht die Möglichkeit, das Restaurant am neuen Standort zu testen, da es ja erst am 1. Dezember eröffnet“, sagt Frankenhäuser der Märkischen Allgemeinen Zeitung. Im kommenden Jahr will der Restaurantchef gemeinsam mit seinem Team den Stern wieder an die Tür heften können. „Perspektivisch wollen wir einen zweiten Michelin-Stern erarbeiten“, gibt sich Frankenhäuser optimistisch.

Erstmals wurde die Bibel der Feinschmecker zudem in Brandenburg vorgestellt. Die Wahl der Metropolishalle war zunächst eine logistische. Insgesamt werden mehr als 400 Gäste zur abendlichen Gala erwartet. Die Location zeichne sich laut Grigoleit aber nicht nur durch die Größe und die Nähe zur Bundeshauptstadt Berlin aus. „Die Michelin-Sterne sind ein Renommee ähnlich der Oscars“, sagt Grigoleit. Insofern sei das Gastieren der Gourmetkritiker und Sterne-Köche unweit der Filmstars in Babelsberg zudem ein Zeichen. Unter anderem werden Star-Köche wie Tim Raue, aber auch Schauspieler, Moderatoren und Künstler wie Jimmy Blue Ochsenknecht und Eva Habermann über den roten Teppich vor der Metropolishalle laufen.

Mit zwei Sternerestaurants gibt es in Brandenburg vergleichsweise insgesamt wenig Spitzenlokale. Spitzenreiter ist nach wie vor das Bundesland Baden-Württemberg. Insgesamt gibt es bundesweit 300 Sterne-Adressen. 39 davon haben zwei Sterne, 11 Restaurants halten 3 Sterne.

So kommen Sterne-Restaurant an die Auszeichnung

Ein Stern im „Guide Michelin“ bedeutet übrigens: „Eine Küche voller Finesse - einen Stopp wert.“

Zwei Sterne: „Eine Spitzenküche - einen Umweg wert.“

Drei Sterne: „Eine einzigartige Küche - eine Reise wert.“

Inspektoren des „Guide Michelin“ kommen mehrfach unangekündigt und probieren die Menüs.

Die Tester sind fest angestellt, zahlen für die Gerichte und schreiben ausführliche Protokolle.

Manchmal geben sie sich nach dem Essen zu erkennen, sprechen mit dem Koch und werfen einen Blick in die Küche.

Alle Inspektoren haben eine Ausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe und urteilen nach einem System, das an objektiven Maßstäben ausgerichtet ist.

Bewertet werden die Qualität der Produkte, die fachgerechte Zubereitung und der Geschmack, die persönliche Note, das Preis-Leistungs-Verhältnis und die gleichbleibende Qualität.

Von Christin Iffert

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