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Zwei Verkehrstote in Brandenburg

Oder-Spree/Spree-Neiße Zwei Verkehrstote in Brandenburg

Auf Brandenburgs Straßen kamen am Wochenende zwei Menschen ums Leben. Ein 53-jähriger Motorradfahrer ist mit seiner Maschine von der Fahrbahn abgekommen und knallte gegen eine Leitplanke. Jede Hilfe kam für ihn zu spät. Zudem starb ein Fahrradfahrer, der höchstwahrscheinlich gesundheitliche Probleme hatte, bei einem Sturz.

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In den letzten zwei Jahren passieren immer mehr Unfälle auf Deutschlands Straßen.

Quelle: dpa

Spree-Neiße/Oder-Spree. Auf Brandenburgs Straßen sind am Wochenende zwei tödliche Unfälle passiert: Ein Motorradfahrer starb am Sonntag auf der Bundesstraße B112 zwischen Brieskow-Finkenheerd und Lossow (Oder-Spree). Der 53-Jährige kam mit seiner Maschine nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Leitplanke. Im Landkreis Spree-Neiße kam ein Radfahrer bei einem Sturz ums Leben. „Es könnte sein, dass der Radler gesundheitliche Probleme hatte und deshalb zu Fall kam“, betonte der Polizeisprecher. Wie die Polizei in Potsdam am Montag mitteilte, gab es von Freitagnachmittag bis Sonntagabend insgesamt 491 Unfälle, bei denen 118 Menschen verletzt wurden.

Zahl der Verkehrstoten in letzten zwei Jahren gestiegen

Die Zahl der von der Polizei registrierten Verkehrsunfälle und Straßenverkehrstoten ist im vergangenen Jahr deutschlandweit erneut gestiegen. Im Jahr 2015 wurden rund zweieinhalb Millionen Unfälle auf deutschen Straßen gezählt - ein Plus von 4,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Dabei starben demnach 3459 Menschen - 2,4 Prozent oder 82 Menschen mehr als 2014.

„Damit ist 2015 die Zahl der Verkehrstoten das zweite Jahr in Folge gestiegen“, erklärte Dieter Sarreither, Präsident des Statistikamts, in Berlin. Dennoch seien dies deutlich weniger Todesopfer als in den Jahren 1950 bis 2012. Die meisten Menschen waren demnach 1970 gestorben: 21 332 Verkehrstote insgesamt. Seitdem sank die Zahl um fast 84 Prozent.

Seit Wiedervereinigung Rückgang getöteter Insassen und Fußgänger

Seit der Wiedervereinigung wurden den Angaben zufolge überdurchschnittliche Rückgänge bei der Zahl getöteter Autoinsassen und Fußgänger verzeichnet. Bei Fahrrad- und Motorradfahrern fielen die Rückgänge demnach deutlich geringer aus. 61,6 Prozent der Radfahrer und 70,2 Prozent der Fußgänger seien 2015 innerorts gestorben, fast drei Viertel der Motorradfahrer auf Landstraßen. Die Zahl der auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführenden Unfälle sank laut den Statistikern in den zurückliegenden 25 Jahren zwar überdurchschnittlich. Dennoch sei nicht angepasste Geschwindigkeit nach wie vor die häufigste Ursache für tödliche Verkehrsunfälle.

52 Prozent der getöteten Radfahrer mindestens 65 Jahre alt

Der demografische Wandel ist auch in der Unfallstatistik ablesbar: Im Jahr 1991 sei erst jeder sechste Verkehrstote 65 Jahre oder älter gewesen, erklärte das Statistikamt. Im vergangenen Jahr sei es knapp jeder dritte gewesen. 2015 waren demnach 27 Prozent der getöteten Autoinsassen, 52 Prozent der getöteten Fußgänger und 52 Prozent der getöteten Radfahrer mindestens 65 Jahre alt.

Von MAZonline, dpa, cfm/ilo

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