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Zweite Runde im Prozess um Graffiti-Drohung

Bernauer Bürgermeister bedroht Zweite Runde im Prozess um Graffiti-Drohung

Ein junger Mann wurde vom Amtsgericht Bernau für einen an die Wand gesprühten Spruch zu einer mehrmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Den Spruch hatten einige sogar als unverhohlene Morddrohung interpretiert. Das sieht der Beschuldigte anders und hat Berufung eingelegt.

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Quelle: Pressestelle Bernau

Bernau. Der Prozess um die Bedrohung des Bernauer Bürgermeisters André Stahl (Linke) geht Ende dieses Monats in eine neue Runde.

Ein heute 34-Jähriger muss sich in einer Berufungsverhandlung am Landgericht Frankfurt (Oder) verantworten. Wie das Gericht mitteilte, soll der Mann Ende Oktober vergangenen Jahres den Spruch “ Erst Henriette Reker, dann André Stahl“ gesprüht haben.

Von Vielen wurde die Schmiererei als offene Morddrohung gegen Stahl verstanden, weil der Spruch einen direkten Bezug zur Messerattacke eines Rechtsradikalen auf die heutige Kölner Oberbürgermeisterin Reker (parteilos) herstellte. Der 34-Jährige wurde deshalb im Januar vom Amtsgericht Bernau zu sieben Monaten auf Bewährung verurteilt. Gegen diese Entscheidung hat der Mann Berufung eingelegt.

Geständnis im Oktober

Mitte Oktober hatte eine Zeugin der Polizei berichtet, dass sie in Biesenthal einen Unbekannten beobachtet habe, wie er auf einer Fassade den Schriftzug “Merkel = Untergang“ auftragen habe. Die Ermittlungen verdichteten sich und führten zu dem damals 33-Jährigen.

Beamte durchsuchten daraufhin dessen Wohnung. Dort fanden sie Kleidung, die der Verdächtige während einer Tat trug. Zudem stellten sie einen Laptop, ein Handy und Fototechnik sicher. Der Beschuldigte bestritt die Vorwürfe zunächst, verstrickte sich aber in Widersprüche. Einen Tag später stellte er sich der Polizei und gestand.

„Seine Taten waren politisch motiviert“, hieß es seitens der Behörde.

Von Georg-Stefan Russew

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