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Gehört dieses Diebesgut Ihnen?

Polizei Brandenburg zeigt Beutestücke Gehört dieses Diebesgut Ihnen?

Einbrüche sind oft schrecklich für die Betroffenen: Nicht nur materielle Werte gehen verloren, auch die Psyche leidet. Die Polizei in Brandenburg und Berlin versucht nun, Einbruchsopfern wenigstens die Wertgegenstände zurückzugeben. Mehr als 600 Beutestücke warten auf ihre rechtmäßigen Besitzer, darunter Schmuck, Uhren und Münzen.

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Gehört eine dieser Uhren Ihnen? Neben Ketten und Ringen haben die Einbrecher besonders viele Armbanduhren gestohlen.

Quelle: Fotos: Julian Stähle

Potsdam. Uhren, Schmuck und Taschen sind darunter, Münzsammlungen, sogar ein kleines Schränkchen präsentiert die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Berlin-Brandenburg (GEG) der Polizei. Die Gegenstände sind allesamt Diebesgut, erbeutet bei Einbrüchen im Jahr 2015. Nun suchen die Beamten die rechtmäßigen Eigentümer der teils wertvollen Beute.

„Es handelt sich hierbei um Beutestücke, die in zwei Wohnungen gefunden wurde, die von einer Bande genutzt wurde“, erklärt der Brandenburger Leiter der GEG, Thomas Latzo. Im Dezember war die Bande bei einer PKW-Kontrolle in Werder (Havel) (Potsdam-Mittelmark) aufgeflogen: Nachdem zwei Einbrüche angezeigt wurden, kontrollierten Einsatzkräfte in der Blütenstadt ein verdächtiges Fahrzeug. „Das ist ein ganz normales Vorgehen in solchen Fällen“, erläutert der Ermittler, „besonders in der dunklen Jahreszeit werden solche Kontrollen sehr häufig durchgeführt.“

Kisten voller Schmuck

Fahrzeugkontrollen im Nahbereich von gemeldeten Einbrüchen hätten sich, so Latzo, als erfolgversprechend erwiesen. So auch in Werder (Havel): Im verdächtigen Wagen fanden die Beamten neben vier jungen Männern aus Osteuropa auch Diebesgut – es stammte aus einem der kurz zuvor gemeldeten Einbrüche. Weitere Ermittlungen führten nach Berlin, dort stießen die Fahnder in den Wohnungen der mutmaßlichen Täter auf weitere Beute, insgesamt sind es drei Umzugskisten voller Diebesgut. „Wir gehen davon aus, dass es sich hier um Gegenstände handelt, die im gesamten Jahr 2015 erbeutet wurden“, so GEG-Leiter Latzo.

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Die Polizei sucht von rund 700 gestohlenen Schmuckstücken die Besitzer aus Berlin und Brandenburg.

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Fotos vom gesamten Diebesgut auf der Polizei-Seite >

Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe wurde durch eine Ländervereinbarung zwischen Berlin und Brandenburg im Jahr 2005 gegründet. Sie befasst sich mit Eigentumsdelikten, also etwa Einbrüchen oder geknackten Geldautomaten. Die Geg gehört zum Landeskriminalsamt Brandenburg und besteht nach einer Aufstockung im letzten Jahr derzeit aus 18 Beamten – je 9 Berliner und Brandenburger Polizisten.

Psychische Folgen häufig verheerend

Im aktuellen Fall können die Ermittler der Bande mindestens neun Taten zurechnen. Durch die öffentliche Suche nach den Besitzern der Beute hofft die GEG, der Bande weitere Einbrüche zuordnen zu können. „Und natürlich wollen wir auch, dass die Geschädigten ihr Eigentum zurück bekommen“, sagt Latzo. Er weiß: „Der reine Sachwert ist für Einbruchsopfer selten der schlimmste Verlust.“ Die psychischen Folgen seien häufig verheerend.

Die rund 700 Fotos des in Berlin gefundenen Diebesguts veröffentlicht die GEG im Internet.“Wer sein Eigentum erkennt, kann sich direkt an die GEG oder an jede andere Polizeidienststelle wenden“, sagt Thomas Latzo. „Ein Eigentumsnachweis, eine Rechnung oder ein Foto hilft uns beim Identifizieren der Gegenstände.“ Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass ein Teil der Beute bereits zu Geld gemacht wurde.

Im Speckgürtel fühlen sich Einbecher wohl

Einbrüche sind besonders im so genannten Speckgürtel, dem dicht besiedelten Teil Brandenburgs rund um die Bundeshauptstadt, an der Tagesordnung. Die Aufklärungsquote bei diesen Delikten ist niedrig, im gesamten Bundesland beträgt sie 16,7 Prozent, im Speckgürtel sind es sogar weniger als 13 Prozent.

Zur Vorbeugung gegen Diebe in der Wohnung empfiehlt die Brandenburger Polizei einfache Maßnahmen. „Fenster schließen, bei Abwesenheit den Briefkasten leeren lassen und die Nachbarn informieren.“

Fotos vom gesamten Diebesgut auf der Polizei-Seite >

Von Saskia Popp

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