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Zwei Brandenburger kämpfen um Buga-Sieg

Meisterschaften der Floristen Zwei Brandenburger kämpfen um Buga-Sieg

Nur einer kann gewinnen: Katrin Heinrichs (38) aus Kyritz und Eric Kuckei (23) aus Lübben flechten in Havelberg Blumen um die Wette. Beide Floristen wollen Landessieger für Berlin-Brandenburg werden. Insgesamt kämpfen auf der Buga sieben Floristen aus Sachsen-Anhalt und Berlin-Brandenburg um den Sieg.

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Katrin Heinrichs bei den letzten Wettkampfvorbereitungen im Kyritzer Geschäft.

Quelle: privat

Havelberg. Die Kirche St. Laurentius am Buga-Standort Havelberg, in der sonst die Hallenschauen stattfinden, gehört an diesem Samstag den Floristen aus Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg. Sieben Floristen beteiligen sich dort an den landesübergreifenden Meisterschaften der Landesfachverbände Berlin-Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Mit dabei sind auch zwei Blumenbinder aus Brandenburg: Katrin Heinrichs (38) aus Kyritz (Ostprignit-Ruppin) und Eric Kuckei (23) aus Lübben (Spreewald). Nur einer der beiden kann allerdings Landessieger werden. Denn gekürt werden am Ende nur zwei Floristen, einer für jeden Landesverband.

Die Wettbewerbsteilnehmer müssen insgesamt vier Aufgaben bewältigen, darunter zwei Überraschungsarbeiten: Die Floristen müssen einen selbst gebundenen Kranz mitbringen und diesen hängend präsentieren. Außerdem werden sie vor Ort einen Strauß binden. Siegerehrung ist um 18 Uhr. Die beiden Landessieger qualifizieren sich für die Deutsche Floristenmeisterschaft, die 2016 in Berlin stattfinden wird.

Eric Kuckei hat das Motto der Landesmeisterschaften-Schau in Havelberg in seinem Strauß auch farblich umgesetzt

Eric Kuckei hat das Motto der Landesmeisterschaften-Schau in Havelberg in seinem Strauß auch farblich umgesetzt: „Silberne Rose“

Quelle: privat

Für Katrin Heinrichs ist es das erste Mal, das sie an einem Wettbewerb dieser Größenordnung teilnimmt. „Wann liegt ein Wettbewerb schon mal so dicht vor der Haustür“, begründet die 38-jährige Floristin ihre Teilnahme. Ihre Ausbildung hat die Kyritzerin 1994 beendet. Als Floristin bei „Blumen Bethke“, einem Blumenladen mit mehr als 20-jähriger Tradition, bindet sie Gestecke für jeden Anlass. Geübt hat sie dennoch ein bisschen für den Wettbewerb. Mit einem Kranz aus Sonnenblumen, Dahlien und Hortensien hofft sie, die Jury von ihren Künsten überzeugen zu können.

Für Hortensien hat sich auch der 23 Jahre alte Eric Kuckei entschieden. „Meinen Kranz habe ich hauptsächlich trocken gearbeitet“, verrät er der MAZ schon vor dem großen Wettkampf in der Laurentiuskirche. Moosflechten und getrocknete Hortensien schmücken den grünlich-grau verzierten Blumenring. Vor Ort will der junge Florist dann noch frische Ranken aus blauer Waldrebe in sein Gesteck einflechten. Seine Ausbildung zum Blumenbinder absolvierte der Spreewälder in Cottbus. Seit drei Jahren arbeitet er in dem familiengeführten Betrieb „Blumig Inn“ in Lübben. „Für mich ist die Teilnahme eine Herausforderung, ich will mich testen“, sagt Eric Kuckei. Außerdem nutze er den Wettbewerb, um sich darüber zu informieren, „was die Kollegen so machen“. Die MAZ drückt beiden Kandidaten die Daumen!

Handwerk mit Tradition

Der Fachverband Deutscher Floristen wurde 1904 als Verband der Blumengeschäftsinhaber gegründet. Seither hat sich das Berufsbild enorm gewandelt. Aus dem Blumenbinder von einst ist ein floraler Gestalter mit einem breiten Spektrum an Dienstleistungen geworden.

Die Floristik-Ausbildung ist dual und dauert drei Jahre. Sie endet mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer.

Rund 100 Mitglieder hat der Landesverband Berlin-Brandenburg und zählt damit zu den größten in ganz Deutschland.

Von Josefine Sack

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