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134 Festnahmen: Linke blockieren rechte Demo

Polizisten in Berlin verletzt 134 Festnahmen: Linke blockieren rechte Demo

Linke Aktivisten haben am Samstag eine Berliner Demonstrationsstrecke von Rechtsextremisten blockiert. Deren Zug wurde umgeleitet. Doch es kam immer wieder zu kleineren Blockaden. Drei Polizisten wurden beim Einsatz verletzt – und mehr als 100 Menschen festgenommen.

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Quelle: dpa

Berlin. Linke Gegendemonstranten haben am Samstag etwa 160 aufmarschierten Rechtsextremisten und Rechtspopulisten im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf teilweise die Wegstrecke versperrt. Deren Route musste wegen der Blockadeversuche geändert werden, teilte die Polizei mit.

Die Zahl der Gegendemonstranten schätzte die Behörde auf mindestens 450. Aus ihren Reihen flogen mehrfach Knallkörper auf die Rechten. Die Polizei war nach eigenen Angaben mit rund 550 Beamten im Einsatz. Drei verletzte Polizisten sowie 134 Festnahmen - das ist die Bilanz der Demonstrationen. Polizisten setzten auch Pfefferspray ein.

Zuvor hatte es am Vormittag zunächst Kundgebungen von 40 Rechten und 160 Linken gegeben, teilte die Polizei am Sonntag mit. Nach Darstellung des Bündnisses gegen Rechts waren rund 1300 Gegendemonstranten unterwegs.

Linke Initiativen hatten zu drei Gegenkundgebungen nahe dem U-Bahnhof Hellersdorf aufgerufen. Auf Plakaten der Teilnehmer war „Bunt statt braun“ und „Für eine solidarische Gesellschaft - jetzt und überall“ zu lesen. Außerdem waren Fahnen von SPD, Linke und Piraten zu sehen. Zu Beginn der Veranstaltung hatte die Polizei ein Plakat wegen strafbaren Inhalts konfisziert.

Das neu gegründete „Berliner Bündnis gegen Rechts“ rief auch zu Blockaden der rechten Demonstration auf. Zu dem Bündnis gehören neben den Jusos und der Gewerkschaft Verdi auch linksradikale Gruppen wie die „Autonome Antifa Berlin“. Den ersten Versuch einer Blockade verhinderte die Polizei noch. Spätere Versuche, kleinere Blockaden entlang der Wegstrecke einzurichten, gelangen jedoch. Während des gesamten Verlaufs der rechten Demonstration kam es immer wieder zu Blockadeversuchen.

Die Demonstration der Rechten war von der Initiative „Nein zum Heim“ angemeldet worden, hinter der laut Berliner Verfassungsschutz auch NPD-Mitglieder und andere Neonazis stehen.

Eine weitere Kundgebung der Gegendemonstranten war vor einem Haus in der Landsberger Allee angemeldet, das als ein Symbol für die Befreiung Berlins von den Nationalsozialisten gilt. In den Nächten zu Freitag und zu Samstag hatten vermutlich Rechtsextremisten die Gedenktafel an dem angeblich 1945 als erstes befreiten Haus Berlins beschmiert. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

Von MAZonline und dpa

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