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20-jähriger Erzieher stürzt in den Tod

Tragisches Versteckspiel oder Drogenkonsum? 20-jähriger Erzieher stürzt in den Tod

Ein leerstehendes Schulgebäude in Joachimsthal (Barnim) ist einem jungen Mann zum Verhängnis geworden. Er war in dem verlassenen Gebäude mit Freunden unterwegs. Dann stürzte er drei Etagen in die Tiefe. Mit schwersten Verletzungen kam der 20-Jährige in ein Krankenhaus - doch er überlebte den Absturz nicht. Nun prüft die Polizei einen Drogenverdacht

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Von diesem leerstehenden Schulgebäude in Joachimsthal ist ein 20 Jahre alter Mann gestürzt. Er kam dabei ums Leben.

Quelle: Andre Braune

Joachimsthal. In Joachimsthal (Barnim) ist ein 20 Jahre alter Betreuer einer Behindertengruppe von dem Dach eines leerstehenden Schulgebäudes gestürzt und dabei tödlich verunglückt.

Er wollte in der Nacht zu Freitag mit acht weiteren Kollegen auf einem leerstehenden Schulgebäude auf dem Gelände der Europäischen Jugenderholungs- und Begegnungsstätte Werbellinsee (EJB) "Verstecken" spielen, wie die Polizei in Potsdam auf Nachfrage mitteilte. Dabei sei er im baufälligen Gebäude der ehemaligen "Pionierrepublik" mehr als drei Etagen gegen Mitternacht in die Tiefe gestürzt und zog sich schwerste Verletzungen zu. Ein Rettungshubschrauber flog ihn ins Unfallkrankenhaus Marzahn. Dort starb er in den frühen Freitagmorgenstunden, erlag seinen Verletzungen. Unbestätigten Angaben zu Folge soll er aus der Gemeinde Neuenhagen stammen. Ebenfalls versorgt wurde ein Zeuge des Geschehens. Er musste mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus.

Polizei prüft ob Drogen im Spiel waren

Die Polizei prüft nun, ob bei dem Unfall Drogen im Spiel waren. „Wir haben in einer Hosentasche des jungen Mannes ein Tütchen mit einer Substanz gefunden, die darauf hindeutet“, sagte Polizeisprecherin Bärbel Cotte-Weiß am Freitag. Dies müsse aber noch untersucht werden. Die Ermittler rätseln noch, wie die jungen Männer in das zugenagelte Abbruchhaus eindringen konnten. „Entweder könnten sie das möglicherweise durch ein Kellerfenster geschafft haben, oder sie sind über den Blitzableiter in eine obere Etage geklettert, wo es keine Fensterscheiben mehr gibt“, sagte die Sprecherin. Dazu sollen die Beteiligten noch befragt werden.

20-Jähriger war noch in der Ausbildung

Nach Angaben von Cotte-Weiß sind in der Jugendbegegnungsstätte, in der sich zu DDR-Zeiten unter dem Namen „Pionierrepublik Wilhelm Pieck“ jeden Sommer Jugendliche aus fast 50 Ländern trafen, derzeit mehr als 100 behinderte und nichtbehinderte Jugendliche in einer Ferienfreizeit. Sie werden von mehr als 40 Erziehern und Auszubildenden betreut. Der 20-Jährige sei in der Ausbildung zum Erzieher gewesen.

Nicht der erste Todesfall auf dem Gelände

Das Haus auf dem ehemaligen Jugenderholungsgelände aus DDR-Zeiten ist marode, die Türen mit Brettern vernagelt. Der Reiz der "Lost Places" ist für viele jedoch groß - gleich welcher Gefahr sie sich aussetzen. In Beelitz Heilstätten (Potsdam-Mittelmark) stürzte beispielsweise 2010 ein 25-jähriger Mann aus dem Fenster und erlag seinen Verletzungen. Auch auf dem Unglücksgelände in Joachimsthal ist es nicht der erste Unfall: Im Juni vergangenen Jahres war ein 12-jähriger Junge dort an einer Treppe so unglücklich auf den Hals gestürzt, dass jede Hilfe zu spät kam. Daraufhin drohte dem Betreiber wegen Sicherheitsmängeln die Schließung des Geländes. So hatte die Berufsgenossenschaft einen unverschlossenen Brunnenschacht, umgestürzte Bäume und gefährliche Treppen moniert. Nachdem die Mängel behoben wurden, konnte die Einrichtung weiter betrieben werden.

Von MAZonline

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