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57-Jähriger entführt kranken Steinewerfer

Fall von Selbstjustiz in Spremberg 57-Jähriger entführt kranken Steinewerfer

Ein 32-Jähriger wirft einen Stein auf eine Scheibe – da tickt der Hausbesitzer aus und entführt den Steinewerfer. Mit diesem Fall von Selbstjustiz muss sich die Polizei in Spremberg (Spree-Neiße) beschäftigen. Der Fall hat eine längere Vorgeschichte und nun für beide Beteiligten Konsequenzen.

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Quelle: dpa

Spremberg. Die Polizei in Spremberg ermittelt in einem Fall von Selbstjustiz. Ein 57 Jahre alter Mann habe einen psychisch Kranken geschlagen, gefesselt, in sein Fahrzeug gezerrt und zu sich nach Hause entführt, teilte ein Polizeisprecher mit. Der kranke 32-Jährige soll über Jahre hinweg im Wahn immer wieder eine Fensterscheibe am Haus des Mannes mit einem Stein eingeworfen haben. Am Sonntag hatte er laut Polizei wieder einen Stein geschleudert, das Fenster war jedoch nicht zu Bruch gegangen. Dennoch brachte der Vorfall offensichtlich beim 57-Jährigen das Fass zum Überlaufen.

Eine Zeugin beobachtete die gespenstische Szene am Sonntagmorgen in der Spremberger Innenstadt. Sie wählte den Notruf und nannte den Beamten das Kennzeichen des Entführers. Aber auch der 57-Jährige rief nach dem Eintreffen zu Hause die Polizei. Er informierte die Beamten, dass sie den Steinewerfer bei ihm abholen könnten. Zu dem Zeitpunkt war der vorher alarmierte Streifenwagen schon fast bei ihm.

„Der 32-Jährige wurde befreit, durch einen Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht und dort einem Psychiater vorgestellt“, so der Sprecher. Gegen den psychisch Kranken ermittelt die Kriminalpolizei wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs. Gegen den 57-Jährigen sind Ermittlungen wegen Freiheitsberaubung eingeleitet worden.

Von dpa

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