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Altlasten erschweren Löschen von Waldbrand

Lieberoser Heide Altlasten erschweren Löschen von Waldbrand

Die Lieberoser Heide bei Cottbus wurde einst vom Militär genutzt - bei Bränden gilt deshalb wegen alter Munition auch heute höchste Vorsicht. Die Flammen haben sich nach neuen Angaben der Feuerwehr nur auf vier Hektar Fläche ausgebreitet. Doch das Löschen ist schwer - Wald und Heide brennen weiter.

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Quelle: dpa

Potsdam. Ein Teil der Lieberose Heide nördlich von Cottbus steht weiter in Flammen. Der Brand habe rund vier Hektar Wald und Heide erfasst, sagte am Montagabend ein Sprecher der Leitstelle Lausitz der Feuerwehr. Zuvor hatte der Brandenburger Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Engel erklärt, es seien 30 Hektar betroffen. Die Feuerwehr korrigierte später diese Angaben.

Die Flammen würden vermutlich die ganze Nacht und am nächsten Tag lodern, sagte der Sprecher. Denn die Feuerwehrleute dürften wegen der vermuteten alten Munition das ehemalige Militärgelände nicht betreten. Die rund 80 Einsatzkräfte könnten nur in das brennende Waldgebiet hineinspritzen.

«Wir müssen den nächsten Regen abwarten und das Feuer solange beaufsichtigen», sagte der Sprecher. Der nächste Regen ist für Dienstagabend angekündigt. Die Feuerwehr hoffe, dass sich der Brand nicht noch weiter ausdehne.

Ortschaften sind nach Angaben des Walbrandschutzbeauftragten Engel von dem Brand nicht gefährdet. Nach Angaben der Regionalleitstelle versuchen Dutzende Feuerwehrleute, den Brandherd im Bereich der beiden Landkreise Dahme-Spreewald und Spree-Neiße zu begrenzen.

Im Raum Lieberrose befand sich einst der größte Truppenübungsplatz in Ostdeutschland. Das jetzt vom Feuer betroffene Gebiet gehört der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg. Die Heidelandschaft war im 18. Jahrhundert entstanden, als die Wälder vom Menschen abgeholzt wurden.

Das trockene Wetter sorgt nach Angaben von Engel auch in den nächsten Tagen für hohe Waldbrandgefahr. Am Dienstag werde im Havelland und im Landkreis Potsdam-Mittelmark die höchste Gefahrenstufe ausgerufen. Am Montag lagen die Werte auf der zweit- und dritthöchsten Stufe.

Bereits am Wochenende war die Feuerwehr zu mehreren kleineren Bränden in Wäldern gerufen worden. In drei Landkreisen galt bereits die höchste Gefahrenstufe.

In Brandenburg wächst auf rund ein Drittel der Fläche Wald. Wegen der vielen Kiefern, den geringen Niederschlägen und den leichten Sandböden gilt Brandenburg als das Land mit der höchsten Waldbrandgefährdung.

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Von Rochus Görgen

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