Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
Asbest in Berliner Notrufzentrale der Polizei

Längere Wartezeiten beim Notruf 110 Asbest in Berliner Notrufzentrale der Polizei

Die Polizei in Berlin hat ein gewaltiges Problem. Am Mittwoch ist die Telefonzentrale, die den Notruf 110 bedient, unfreiwillig aus dem Gebäude gegenüber des Tempelhofer Flughafens ausgezogen. Das Gebäude ist mit Asbest verunreinigt. Der Verdacht hat sich heute bestätigt. Zwar kann der Notruf noch bedient werden, aber er läuft auf Sparflamme.

Voriger Artikel
Radfahrer bei Unfall in Ludwigsfelde verletzt
Nächster Artikel
Auto fährt Radlerin um
Quelle: Geisler

Berlin. Die Notrufzentrale der Berliner Polizei gegenüber des früheren Tempelhofer Flughafens muss wegen einer gesundheitsgefährdenden Asbestverunreinigung für mehrere Wochen in neue Räume umziehen. Eine Staubprobe hat den Verdacht bestätigt. Die Zentrale im Polizeipräsidium im früheren Tempelhofer Flughafengebäude mit 40 Arbeitsplätzen war bereits am Mittwoch nach Bauarbeiten vorsorglich geräumt worden. Nun fährt die Notrufnummer 110 auf Sparflamme - Bürger müssen mit längeren Wartezeiten rechnen.

Gegen die Baufirma will die Polizei jetzt rechtlich vorgehen. Das Landeskriminalamt ermittelt, sagte Redlich. Die komplette Reinigung der Räume, Teppiche und Computer mit Spezialgeräten werde mehrere Wochen dauern. Derzeit würden neue Räume gesucht. Die sonst übliche Annahme der Notrufe und direkte Weiterleitung an die Streifenwagen per Funk funktioniert aber dann so nicht mehr. Stattdessen sollen in den neuen Räumen im Präsidium an neun Annahmestellen die Anrufe bearbeitet werden. Die Informationen werden an die sechs über Berlin verteilten Direktionen übermittelt. Von dort werden per Funk die Streifenwagen an die Einsatzorte geschickt. Ein umständlicher Weg.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) kritisierten, dass die Modernisierung der Notrufstelle schon lange überfällig sei. „Diese Situation hätte auch verhindert werden können, wenn die seit Jahren versprochene Erneuerung oder ein Umzug in ein modernes Gebäude bereits abgeschlossen wäre“, so die GdP.

Redlich wies die Vorwürfe zurück. Die Planung der neuen Notrufzentrale in Steglitz sei weit fortgeschritten. In sechs Jahren solle dort der Betrieb laufen. Umfangreiche Investitionen in die derzeitige Zentrale stünden daher nicht an. Die aktuellen Probleme hätten auch nichts mit überfälligen Modernisierungen zu tun.

Von MAZonline und dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Polizei
62a20fc8-be18-11e6-993e-ca28977abb01
Einblicke in die Unterwelt

Freitag, 9. Dezember: Es liegt 15 Meter unter der Erde, ist gerade einmal mannshoch und einen Arm breit. Ein unterirdisches Stollensystem in Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) galt lange als verschüttet. Vor einiger Zeit ist es wieder entdeckt worden. Nun hat die MAZ exklusive Einblicke in die Unterwelt bekommen.

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?