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Automatensprenger zerstören Supermarkt

Großbrand in Altdöbern Automatensprenger zerstören Supermarkt

In Brandenburg haben Unbekannte mal wieder einen Geldautomaten gesprengt - mit fatalen Folgen. In Altdöbern (Oberspreewald-Lausitz) ist ein Supermarkt durch die Sprengung komplett zerstört worden. Dass dabei niemand verletzt wurde, ist reines Glück.

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Das Gebäude in Altdöbern komplett zerstört und einsturzgefährdet.

Quelle: dpa

Altdöbern. Eine laute Explosion hat gegen 2.35 Uhr am Freitag wohl ganz Altdöbern (Oberspreewald-Lausitz) aus den Betten geholt. Unbekannte haben den Geldautomaten einer Volksbank in der Schulstraße gesprengt. Durch die Explosion geriet das Gebäude in Brand und stürzte teilweise zusammen, wie die Polizei in Potsdam mitteilte. Die Löscharbeiten der Feuerwehr zogen sich über Stunden bis in den Freitagvormittag hin. Obwohl die Feuewehr in unmittelbarer Nähe des Einkaufszentrums stationiert ist, konnte sie das Abbrennen und Einstürzen des Supermarkts nicht verhindern.

Der Bankschalter befindet sich laut Angaben der Polizei in einem Discounter. Der bleibt nun geschlossen, denn das Gebäude wurde komplett zerstört. Besonders tragisch: In dem Einkaufszentrum hatte kürzlich ein Blumen- und Geschenkeladen eröffnet. Die Besitzerin steht jetzt vor dem Aus ihrer beruflichen Existenz.

Im Einsatz waren Feuerwehren aus mehreren Ortschaften mit 19 Fahrzeugen und zirka 80 Kameraden. Verletzt wurde nach ersten Angaben niemand. Unklar blieb, womit die Täter den Geldautomaten sprengten. Ob die Täter an die Geldkassetten gelangen konnten, hat die Polizei noch nicht bekannt gegeben. Auch die Höhe des entstanden Schadens lässt sich noch nicht beziffern. Zur Untersuchung der Ursachen rückt im Laufe des Tages das Landeskriminalamt an.

Zeugen berichten, dass sie am Morgen einen lauten Knall gehört haben. "Bei dem Knall vermuteten wir zuerst, dass eine Turnmatte umgefallen sei. Als ich wenige Augenblicke später durch die Glas-Eingangstür blickte, wunderte ich mich, warum es am Einkaufsmarkt so hell ist“, sagte ein Zeuge der Lausitzer Rundschau.

Ähnlicher Fall in Vehlefanz

Der Fall erinnert an einen ähnlichen von Anfang Juni in Vehlefanz (Oberhavel). Auch dort war durch die Wucht der Explosion das Bankgebäude schwer beschädigt worden. In Petkus (Teltow-Fläming) jagten ebenfalls Panzerknacker einen Geldautomaten hoch. Das Flachgebäude ging in Flammen auf. Ob es einen Zusammenhang zwischen dieser Sprengung in Nord- und der aktuellen in Südbrandenburg gibt, ist ungeklärt. Seit Monaten werden in der Region immer wieder Geld- und Fahrscheinautomaten gesprengt.

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4. Juni 2015: Unbekannte haben in der Nacht zu Donnerstag einen Geldautomaten in Vehlefanz (Oberhavel) gesprengt. Die Explosion war so heftig, dass die Bank zerstört wurde und die Teile des Automaten sich quer über die Straße verteilten. Bilder zeigen das ganze Ausmaß der Zerstörung.

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Der Fraktionsvorsitzende der CDU in Brandenburg, Ingo Senftleben, sieht durch die wiederholten derartigen Anschläge auf Geldautomaten eine zunehmende Gefährdung von Menschenleben. "Brandenburg darf nicht weiter Schauplatz schwerster Straftaten sein. Die polizeilichen Kräfte des Landes müssen gebündelt und die Täter schnellstmöglich dingfest gemacht werden", fordert er. Senftleben glaubt an einen Zusammenhang zwischen den Fällen, bezeichnet die Überfälle als "Serie organisierter Kriminalität".

MAZonline in Zusammenarbeit mit der Lausitzer Rundschau

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