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Baby ins Handtuch gewickelt und ausgesetzt

Polizei bittet um Hinweise Baby ins Handtuch gewickelt und ausgesetzt

Nachdem am frühen Samstagmorgen in Berlin-Pankow auf den Stufen eines Wohnhauses ein Baby gefunden wurde, bittet die Polizei um Hinweise. Das kleine Mädchen war in ein Handtuch gewickelt, von dem nun Fotos veröffentlicht wurden.

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Kommissariatsleiterin Gina Graichen spricht am 06.08.2016 in Berlin mit Medienvertretern.

Quelle: dpa

Berlin. Die Bewohner eines Einfamilienhauses in der Flaischlenstraße Berlin-Pankow haben am frühen Samstagmorgen ein ausgesetztes Baby auf den Stufen ihres Hauses gefunden. Das neugeborene Mädchen lag auf einem Handtuch, das die Familie über Nacht draußen gelassen hatte, und war mit einem zweiten Handtuch zugedeckt.

Das Baby sei voll entwickelt, es gehe ihm gut, teilte eine Polizeisprecherin mit. Allerdings sei es nicht fachgerecht abgenabelt worden. Zum genauen Alter des Neugeborenen konnte sie zunächst keine Angaben machen.

Die Bewohner nahmen das Baby zunächst ins Haus und alarmierten die Feuerwehr. Diese brachte das Mädchen in ein Krankenhaus.

Beamte des Landeskriminalamtes befragten mögliche Zeugen. Auch ein Spürhund kam zum Einsatz. Hinweise oder eindeutige Spuren hat die Polizei bisher nicht.

Mit diesem Handtuch war das Baby zugedeckt

Mit diesem Handtuch war das Baby zugedeckt.

Quelle: Polizei Berlin

Polizei bittet um Mithilfe

– Wer kennt das abgebildete Handtuch der Marke Soley und/ oder kann Angaben zu der Herkunft geben?
– Wer hat Samstag früh zwischen 4.30 und 7.00 Uhr im Bereich der Flaischlenstraße etwas beobachtet?
- Wer kennt eine Frau, die kürzlich schwanger war oder bei der eine Schwangerschaft vermutet wurde, die nun kein Baby vorzuweisen hat?
- Wer kann sonst sachdienliche Angaben machen?

Hinweise nimmt das Fachkommissariat des Landeskriminalamtes (LKA 123) in der Keithstraße 30 in Tiergarten unter der Telefonnummer (030) 4664 - 912 555 entgegen.

Ein Handtuch der Marke Soley

Ein Handtuch der Marke Soley.

Quelle: Polizei Berlin

Schon drei tote ausgesetzte Babys in diesem Jahr

Es sind in diesem Jahr bereits mehrere ausgesetzte Babys gefunden worden. Im Mai hat ein Spaziergänger in einer Grünanlage in Berlin-Wilmersdorf die Leiche eines Babys entdeckt. Anfang März war ein totes, neugeborenes Mädchen in einer Parkanlage in Berlin-Lichtenberg entdeckt worden. Ermittler gehen davon aus, dass das Kind getötet wurde. Zu Silvester war in Berlin-Neukölln ein totes Mädchen in der Babyklappe eines Krankenhauses abgelegt worden. Die Obduktion ergab, dass das 56 Zentimeter große Mädchen voll entwickelt und lebensfähig war. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Belohnung von bis zu 5000 Euro für Hinweise zur Aufklärung der Straftat aus. Das Baby ist im Juni auf dem Neuen St. Michael-Friedhof in Berlin-Mariendorf beigesetzt worden.

Babyklappen verhindern Verzweiflungstaten

Um das Aussetzen von Babys zu verhindern, gibt es in Berlin fünf sogenannte Babyklappen in Krankenhäusern. Mütter, die ihr Kind nicht annehmen wollen, können es dort ablegen.

In Potsdam gibt es seit 2003 eine Babyklappe. Eingerichtet hat sie das katholische St. Josefs-Krankenhaus an der Außenwand des Krankenhaus-Hauptgebäudes an der Allee nach Sanssouci.

Das Angebot richtet sich an Mütter, die in schwierigen Konfliktsituationen somit die Möglichkeit haben, ihre Neugeborenen in sichere Obhut zu geben und dabei anonym zu bleiben.

Von dpa

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