Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
Baum stoppt Regio – Fahrgäste gehen zu Fuß zum Bahnhof

Zwischenfall auf RE1-Strecke bei Groß Kreutz Baum stoppt Regio – Fahrgäste gehen zu Fuß zum Bahnhof

Gerade als der RE1 auf dem Weg nach Brandenburg an der Havel in den Bahnhof Groß Kreutz einfahren will, liegt mitten auf den Gleisen ein Baum. Die eingeleitete Notbremsung half nichts mehr – der Baum verkantet sich im Zug. Weil die Bundespolizei im Zug zugegen war, konnten einige Fahrgäste einen unkonventionellen Weg gehen.

Voriger Artikel
30-Jährige bei Unfall verletzt
Nächster Artikel
Unbekannter schießt auf Kita


Quelle: dpa

Groß Kreutz. Auf der Bahnstrecke zwischen Berlin und Brandenburg an der Havel ist es am Freitagabend zu einer Störung gekommen. Der RE1 hatte schon gebremst, um wie immer am Bahnhof Groß Kreutz zu halten. Bis zum Halt waren es etwa 20 Meter, so eine Sprecherin der Bahn. Doch dann lag mitten auf den Gleisen ein Baum. Selbst eine eingeleitete Notbremsung konnte den Zusammenstoß nicht mehr verhindern – „der Zug rutschte auf den Baum“, heißt es seitens der Bahn.

Zug muss freigeschnitten werden

Bis zum Abend stand die Bahn auf dem Gleis. Eine Gefahr für den Bahnverkehr stelle das nicht dar, das Gleis selbst war vorläufig gesperrt, teilte die Bundespolizei am Abend auf MAZ-Anfrage mit. Die Bahn sorgte dafür, dass Baum und Bahn wieder getrennt werden. „Dazu muss der Zug freigeschnitten werden“, sagte eine Pressesprecherin der Bahn. Kräfte waren schnell vor Ort. Zuvor wurde nach MAZ-Informationen allerdings erst der Strom abgestellt. Es gab Befürchtungen, die Oberleitung könne Feuer fangen. Nach gut einer Stunde rollte die Bahn dann wieder weiter in Richtung Magdeburg.

Bahnreisende über die Gleise gerettet

Für Bahnreisende gab es nur wenige Beeinträchtigungen im Verkehr. Nachfolgende Züge wurden über ein anderes Gleis umgeleitet. Glück im Unglück hatten jene Fahrgäste, die in der Unglücksbahn saßen: Sie wurden zum Glück nicht verletzt, hatten jedoch eine fast einstündige Verspätung in Kauf zu nehmen – jedenfalls die, die in Richtung Magdeburg weiterfahren wollten. Jene, die in Groß Kreutz aussteigen wollten, gingen einen ungewöhnlichen Weg. Weil offenbar Bundespolizisten in der Bahn saßen, ging es für die Reisenden direkt über die Gleise 20 Meter zum Bahnhof Groß Kreutz – in Begleitung der Retter, natürlich.

Von MAZonline

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Polizei
62a20fc8-be18-11e6-993e-ca28977abb01
Einblicke in die Unterwelt

Freitag, 9. Dezember: Es liegt 15 Meter unter der Erde, ist gerade einmal mannshoch und einen Arm breit. Ein unterirdisches Stollensystem in Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) galt lange als verschüttet. Vor einiger Zeit ist es wieder entdeckt worden. Nun hat die MAZ exklusive Einblicke in die Unterwelt bekommen.

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?