Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 5 ° bedeckt

Navigation:
Kettcar-Unfall von Mahlow wird untersucht

Felix (4) von Kleintransporter erfasst Kettcar-Unfall von Mahlow wird untersucht

Der Unfall des kleinen Felix (4) schockiert die in Mahlow (Teltow-Fläming). Der Junge ist am Donnerstagabend mit seinem Kettcar von einem Kleintransporter erfasst und getötet worden. An der Unglücksstelle liegen Blumen und Kuscheltiere. Nun untersucht die Polizei, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Bis ein Ergebnis vorliegt kann es dauern.

Voriger Artikel
Radfahrer stirbt bei Unfall
Nächster Artikel
Wertvolle Oldtimer bei Großbrand zerstört

Am Unfallort haben viele Anwohner Blumen und Beileidsbekundungen abgelegt.
 

Quelle: Zielke

Mahlow. Mit Blumen, Kerzen und Plüschtieren trauern Menschen in Mahlow um den kleinen Felix. Der Vierjährige war am Donnerstagabend am Lückefeld mit seinem Kettcar auf die Straße gefahren und von einem Kleintransporter erfasst worden.

Mutter unter Schock im Krankenhaus

Der Zusammenstoß war so schwer, dass der Junge tödliche Verletzungen an Kopf und Brust erlitt. Rettungskräfte konnten nichts mehr für ihn tun. „Wir sind alle tief betroffen. Unser Mitgefühl gilt den Eltern“, sagte Polizeisprecherin Jana Birnbaum. Die Mutter des Jungen steht seit dem Unglück unter Schock. Sie musste im Krankenhaus behandelt werden und kann derzeit nicht zum genauen Hergang befragt werden. Nach Auskunft der Polizei waren beide Eltern in unmittelbarer Nähe, als der Junge offenbar ganz plötzlich mit seinem Kettcar auf die Straße fuhr.

Bisher keine Unfallzeugen

Der Fahrer des Kleintransporters hatte noch vergeblich versucht zu bremsen, doch offenbar hatte er den Jungen zwischen den parkenden Autos zu spät gesehen. Alkohol oder Drogen wurden nach Informationen der Polizei bei dem 46-Jährigen nicht nachgewiesen. Auch er stand nach dem Unfall unter Schock. Ob er zu schnell gefahren ist, muss ein Gutachten der Kriminalpolizei klären. Das Kettcar wurde von den Kriminaltechnikern sichergestellt. „Es kann bis zu acht Wochen dauern, bis ein Ergebnis vorliegt“, sagt Polizeisprecherin Jana Birnbaum. Zeugen, die den Unfall gesehen haben, hätten sich bislang nicht gemeldet.

Als Unfallschwerpunkt ist dieser Abschnitt des Lückefelds bei der Polizei nicht bekannt. Dort ist Tempo 50 erlaubt. Wegen der Wohn-, Gewerbe- und Einkaufsgebiete in der Nähe herrscht dort viel Verkehr. „Manche treten hier ganz schön aufs Gas“, sagt ein Anwohner aus dem benachbarten Wohngebiet.

Eine junge Mutter, deren Tochter mit Felix befreundet war, erinnert sich, dass vor einigen Jahren an fast der gleichen Stelle schon einmal ein Kind angefahren und verletzt wurde. Sie habe Mühe, ihren Kindern das Geschehene zu erklären. „Er war ein fröhlicher aufgeweckter Junge“, sagt sie. „Kinder haben nun mal einen eigenen Kopf und sind manchmal so schnell. Man kann sie deswegen doch nicht an der Leine halten.“

Konsequenzen für Gemeinde werden beraten

Die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow hat nach dem Unfall sofort reagiert. Fachberaterin Friederike Pankoke hat im Kindergarten, den der Junge besuchte, Kindern und Erziehern zur Seite gestanden. „Sie ist für solche Situationen speziell ausgebildet“, sagte Bürgermeister Ortwin Baier (parteilos). Er sei selbst tief betroffen über den Vorfall. „Als Vater von vier Kindern bedrückt mich das sehr“, sage er. Es sei jedoch zu früh, nach Maßnahmen zu rufen, bevor die Ermittlungen abgeschlossen sind.

Eine Geschwindigkeitsbegrenzung oder ein Parkverbot hält er für schwer durchsetzbar. „Es gibt leider keine 100-prozentige Sicherheit. Man kann nur an die Vernunft der Autofahrer appellieren“, sagte Baier. Dennoch wolle er in der kommenden Woche mit der Verwaltung über Konsequenzen nach dem tödlichen Unfall beraten.

Von Christian Zielke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Polizei
3fbb03da-b232-11e6-a3c2-f8d8aa9dceb0
Die sechs Angeklagten im Prozess gegen Nauener Neonazi-Gruppe

Seit dem 24. November 2016 müssen sich vor dem Potsdamer Landgericht sechs Männer verantworten, denen vorgeworfen wird, Teil einer kriminellen Vereinigung gewesen zu sein und mehrere ausländerfeindliche Straftaten begangen zu haben. Drei der Männer sitzen in Untersuchungshaft. Als Kopf der Gruppe gilt NPD-Politiker Maik Schneider.

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?