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Schock nach tödlichem Unfall mit Gleitschirm

39-Jähriges Opfer stammt aus Luckau Schock nach tödlichem Unfall mit Gleitschirm

Der 39-jährige Mann, der am Montag auf dem Flugplatz mit seinem Gleitschirm abgestürzt und tödlich verunglückt ist, stammt aus Luckau. Erste Ermittlungen zeigen, dass es wegen eines technischen Defekts zu dem tragischen Unglück gekommen ist.

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Ein Gleitflieger startet mit Hilfe eines Zugseiles auf dem Flugplatz in Altes Lager.

Quelle: H.-Dieter Kunze

Niedergörsdorf. Ein 39 Jahre alter Mann ist auf dem Flugplatz Altes Lager bei Niedergörsdorf (Teltow-Fläming) beim Gleitschirmfliegen (englisch Paragliding) aus 300 Metern abgestürzt und gestorben.

Der Mann war am Montag kurz nach 15 Uhr mit einer Seilwinde etwa 300 Meter in die Luft gezogen worden, um für den Flug die nötige Geschwindigkeit und Höhe zu bekommen.

Als er sich bereits im freien Flug befand, hatte sich plötzlich aus unbekannten Gründen ein Gurt zwischen dem Gleitschirm und dem Sitz gelöst. Daraufhin klappte der Schirm linksseitig zusammen, so dass der Mann abstürzte.

Notfallschirm hat sich nicht rechtzeitig geöffnet

Zwar wurde der Notfallschirm ausgelöst, doch der öffnete sich nicht rechtzeitig, um den Absturz zu bremsen. Der Mann starb noch am Unfallort an seinem schweren Verletzungen.

Der 39-Jährige stammt aus dem Raum Luckau im Landkreis Dahme-Spreewald stammt, sagte Katharina Dressel, Pressesprecherin des Berliner Drachenfliegerclubs e.V., der auf dem ehemaligen Militärflugplatz sein Domizil hat. Der Mann soll ein erfahrerer Pilot gewesen sein, der allein an den Start gegangen war.

Zeugen des Unglücks stehen unter Schock

Wie genau es zu dem Unglück kam, wird nun untersucht. Die Staatsanwaltschaft Potsdam habe eine Obduktion der Leiche angeordnet, sagte ein Polizeisprecher. Eine Fremdeinwirkung schlossen die Ermittler zunächst aus. Ein Bedienfehler wäre dagegen möglich. Der Paragleiter sei nicht zum ersten Mal geflogen, erklärte der Sprecher.

Zum Zeitpunkt des Unfalls waren mehrere Menschen auf dem Flugplatz, genauere Angaben wollte die Polizei mit Blick auf die Persönlichkeitsrechte nicht machen. Die Zeugen des Unglücks standen unter Schock. Ihre Aussagen sollen dabei helfen, den Hergang zu rekonstruieren.

Gleitschirmflieger, die nicht an einem Berg oder an einer Küste abheben, können sich mit Hilfe eines Seils und einer Winde in die Höhe schleppen lassen. Haben sie die nötige Höhe erreicht, müssen sie sich ausklinken.

MAZonline, dpa

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