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Die Feuerwehr-Drohne und der Datenschutz

Polizei greift bei Fahndung auf “Phantom“ zurück Die Feuerwehr-Drohne und der Datenschutz

Beim schweren Unfall auf der L77 am späten Dienstagabend beschritt die Teltower Feuerwehr neue Wege bei der Personensuche. Eine Drohne kam zum Einsatz. Gegenüber der MAZ erzählte der Teltower Stadtbrandmeister wie man auf die Idee kam und wie es um den Datenschutz bestellt ist.

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Schwerer Unfall am Dienstagabend.

Quelle: Julian Stähle

Nuthetal. „Ich habe gemerkt, dass etwas nicht stimmt,es war irgendwie hektisch“ so ein Augenzeuge der Rettungsmaßnahmen nach dem schweren Verkehrsunfall auf der Ortsverbindungssstraße L77 von Güterfelde nach Saarmund „. Die Hektik lag dabei nicht an der Bergung des schwer verletzten alkoholisierten Unfallfahrers, sondern an dessen flüchtigen Beifahrern.

Bei der sofort eingeleiteten Suche nach den Beifahrern kamen dabei nicht nur die Hundestaffel und ein Hubschrauber der Polizei zum Einsatz, sondern auch ein neuer Kollege bei der Feuerwehr - eine Drohne vom Typ Phantom.

Drohne bringt viele Vorteile

„Wir haben vor einiger Zeit von Kollegen aus Mecklenburg-Vorpommern gehört, dass sie Drohnen einsetzen“, erzählt Jan Ehlers, Teltower Stadtbrandmeister, stellvertretender Kreisbrandmeister und Leiter der Feuerwehr Teltow, Stahnsdorf, Kleinmachnow und Nuthetal. „Nun haben wir hier auch einige interessierte Elektrikfreaks, von denen sich einer dann einfach mal einen dieser Quadrocopter zugelegt hat. Den testen wir jetzt für den Einsatz“.

Drohnen sind unbemannte Flugobjekte, die vom Boden aus über eine Fernsteuerung bewegt werden. Ausgestattet mit einer Kamera sendet der nur schuhkartongroße Flugkörper Bilder in Echtzeit an seinen Piloten und die Einsatzleitung. Kleine Flächen- und Waldbrände, Verkehrsunfälle und die Personensuche sind dabei besonders geeignete Einsatzorte, erklärt Ehlers: „wir konnten bei dem Einsatz auf der L77 sehr schnell ein größeres Waldgebiet absuchen, dabei hatten wir durch die geringe Flughöhe und die Wendigkeit deutlich bessere Sicht als der Polizeihubschrauber.“

Die Kosten eines solchen Einsatzhelfers belaufen sich auf etwa 1.500 €.

Datenschutz wird groß geschrieben

Gesteuert wird der kleine Helfer der Feuerwehr übrigens von nur einer Person. Dabei wird von Seiten der Feuerwehr auch auf den Datenschutz geachtet: „Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass die Drohne ausschließlich zur Aufzeichnung des Einsatzgeschehens genutzt wird, wir überfliegen nicht einfach Gebiete, wenn es nicht unbedingt sein muss“, so Ehlers.

Auch wenn die beiden flüchtigen Personen am Dienstag Abend trotz Hilfe der Drohne nicht gefunden werden konnten, Jan Ehlers hält sie für „eine sinnvolle Zusatzausrüstung, die uns die Arbeit entschieden erleichtert“.

Hinweise zu den flüchtigen Personen nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0331/5508-1224 entgegen.

Von Saskia Popp

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