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Ein ganz normales Wochenende in Berlin

Meldungen aus der Hauptstadt Ein ganz normales Wochenende in Berlin

Randalierende Fußballfans, eine Reizgas-Attacke in der U-Bahn, Verkehrsunfälle mit verletzten Kindern und Attacken gegen Polizisten. Wir haben zusammengefasst, zu welchen Einsätzen die Polizei zwischen Freitag und Sonntag unterwegs war. Und das ist nur eine (kleine) Auswahl.

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Quelle: dpa

Berlin. Die Berliner Polizei hat ein intensives Wochenende hinter sich. Mal wieder muss man sagen. Die Polizisten hatten es mit rabiaten und rechtsradikalen Fußballfans zu tun. Dazu mussten sie sich außerdem um eine Reizgas-Attacke in einer U-Bahn-Station kümmern. Und das sind nur zwei Beispiele. Klicken Sie sich durch den ganz normalen Polizeialltag an einem Wochenende in Berlin.

Gas-Austritt in Bürogebäude – 11 Verletzte

In einem Nebengebäude des Ullsteinhauses in Berlin-Tempelhof ist Kohlenmonoxid ausgetreten. Elf Menschen mussten am Sonntag wegen Übelkeit behandelt werden, fünf von ihnen kamen ins Krankenhaus, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Die Ursache der Gasaustritts war zunächst unbekannt. Die Feuerwehr war mit 50 Kräften im Einsatz. Das Bürogebäude wurde geräumt und gelüftet - ursprünglich befanden sich etwa hundert Menschen darin. Die Feuerwehr war alarmiert worden, nachdem am Mittag mehreren Teilnehmern der Veranstaltung einer christlichen Vereinigung übel geworden war.

Fußballfans randalieren – einer zeigt den Hitlergruß

Eine Gruppe von Fußballfans hat in Kreuzberg mit Biergläsern nach Polizisten geworfen. Die Beamten waren am Samstagabend zu einem Lokal gerufen worden, weil dort Inventar demoliert wurde, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Vor der Tür standen 50 bis 60 Menschen. Als die Beamten ausstiegen, flogen aus der Gruppe heraus die Gläser - getroffen wurden die Polizisten allerdings nicht. Bei der Aufnahme der Personalien schubste und beleidigte ein betrunkener 33-Jähriger einen Beamten und zeigte den Hitlergruß. Gegen ihn wird ermittelt.

20-köpfige Gruppe greift 31-Jährigen an

Ein 31-Jähriger ist in Kreuzberg von rund 20 Unbekannten mit Messern, einer Glasflasche und Reizgas angegriffen und verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde der Mann in der Nacht zum Sonntag nach eigenen Angaben zunächst von zwei Frauen auf der Straße nach Marihuana gefragt. Plötzlich kam die Gruppe und griff ihn an. Der 31-Jährige erlitt eine Platzwunde am Kopf und Schnittverletzungen. Die Angreifer flüchteten. Das Opfer kam ambulant ins Krankenhaus.

Rassisten pöbeln Portugiesen am Alexanderplatz an

Mit den vereinten Kräften von Polizisten und Passanten sind zwei Männer nach einer rassistischen Beleidigung am Alexanderplatz festgenommen worden. Sie beschimpften am späten Samstagabend in der Vorhalle des S-Bahnhofs einen 21-jährigen Portugiesen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Als zwei Polizisten die Täter daraufhin festnehmen wollten, wurden die Männer im Alter von 26 und 34 Jahren aggressiv und griffen die Beamten an. Nur mit Hilfe von Passanten gelang es, ihnen schließlich Handfesseln anzulegen. Sie hatten verbotene Knallkörper bei sich, kamen aber wieder auf freien Fuß.

Fahrkartenautomat wird in die Luft gesprengt

Unbekannte haben einen Fahrkartenautomaten am S-Bahnhof Rahnsdorf im Berliner Stadtforst gesprengt und den Geldbehälter erbeutet. Ein Anwohner hörte in der Nacht zum Sonntag einen sehr lauten Knall und sah eine Rauchwolke vom Bahnhof aufsteigen, wie die Polizei mitteilte. Kurz darauf sah der Zeuge, wie ein Auto schnell davonfuhr. Der Automaten wurde stark beschädigt. Wie viel Geld er enthielt, ist unbekannt.

Unbekannter versprüht Reizgas in U-Bahn – 9 Verletzte

Ein Unbekannter hat in einer Berliner U-Bahn und in einem Bahnhof in Mitte neun Menschen mit Reizgas verletzt. Er war am Freitagnachmittag in einem Zug der Linie U8 mit zwei Fahrgästen im Alter von 53 und 73 Jahren in Streit geraten, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Zeugen zufolge sprühte er den beiden Männern unvermittelt Reizgas ins Gesicht und stieg am Bahnhof Rosenthaler Platz aus. Als sich ihm ein 26-Jähriger vor einem Ausgang in den Weg stellte, sprühte der Täter auch ihm Reizgas ins Gesicht. Die drei Angegriffenen und sechs weitere Fahrgäste erlitten Reizungen der Augen und der Atemwege.

Autoknacker greift zwei Polizisten an

Ein Autoeinbrecher ist in Friedrichshain auf frischer Tat ertappt und kurz darauf festgenommen worden. Ein Passant habe in der Nacht zum Samstag gesehen, wie ein Mann die Scheibe eines geparkten Wagens einschlug und ein Komplize Schmiere stand, teilte die Polizei mit. Die Verdächtigen liefen davon, als sie den Zeugen bemerkten. Kurz darauf nahmen Polizisten in der Nähe einen der Gesuchten fest. Der 29-Jährige schlug dabei mit der Faust nach einem Beamten. Bei der Abwehr verletzte sich dieser an der Hand und musste seinen Dienst vorzeitig beenden.

11-Jähriger wird von Auto erfasst und schwer verletzt

Ein elfjähriger Junge ist in Buch von einem Auto angefahren und schwer verletzt worden. Das Kind soll am Freitagnachmittag versucht haben, eine Straße bei Rot zu überqueren, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Eine 45-jährige Autofahrerin konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Der Junge kam mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus. Die Autofahrerin erlitt einen Schock.

Zwei Verletzte nach Verkehrsunfall

Zwei Männer sind in Berlin von Autos angefahren und schwer verletzt worden. Zunächst erfasste am Freitagnachmittag ein Autofahrer einen 53-Jährigen kurz hinter einem Zebrastreifen in Altglienicke, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Das Opfer hatte die Straße zu Fuß überqueren wollen. Es erlitt Verletzungen an Kopf, Rumpf und Arm und musste auf der Intensivstation eines Krankenhauses aufgenommen werden.

Rund eine Stunde später wurde nach Angaben der Polizei ein 74-jähriger Fußgänger in Neukölln von einem Auto erfasst. Zeugen zufolge hatte er beim Überqueren einer Straße nicht auf den Verkehr geachtet. Er kam mit Kopf- und Rumpfverletzungen in ein Krankenhaus.

Männergruppen gehen am Kottbusser Tor aufeinander los

Zwei Männer sind im Berliner U-Bahnhof Kottbusser Tor mit Messern angegriffen und verletzt worden. Eine Gruppe von drei bis vier Unbekannten sei dort am Freitagabend unvermittelt auf die beiden losgegangen, teilte die Polizei am Samstag mit. Zunächst hätten die Angreifer dem älteren der Männer (32) eine Schnittwunde an der Schulter zugefügt. Anschließend hätten sie seinen 27-jährigen Begleiter geschlagen. Den beiden Opfern gelang nach Angaben der Polizei die Flucht. Beide kamen in ein Krankenhaus, wo der 32-Jährige zunächst bleiben musste. Der 27-Jährige wurde ambulant behandelt. Von den Angreifern fehlte zunächst jede Spur. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Von MAZonline

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