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Fahrkartenautomat in die Luft gesprengt – S-Bahnhof gesperrt

Polizeieinsatz in Lehnitz Fahrkartenautomat in die Luft gesprengt – S-Bahnhof gesperrt

Im Kreis Oberhavel mussten sich viele Pendler am Dienstagmorgen auf Behinderungen und Verspätungen im S-Bahn-Verkehr einstellen. Grund war ein Polizeieinsatz auf dem S-Bahnhof in Lehnitz. Unbekannte hatten dort einen Fahrkartenautomaten in die Luft gesprengt.

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Seit 8.45 Uhr fahren die S-Bahnen wieder. Den gesprengten Automaten wird die Deutsche Bahn aus dem Verkehr ziehen.

Quelle: Marco Winkler

Lehnitz. Wieder ist auf einem S-Bahnhof im Kreis Oberhavel ein Fahrkartenautomat gesprengt worden. Gegen 4 Uhr in der Nacht zu Dienstag meldete ein Mann, der in Lehnitz in einen S-Bahn-Zug steigen wollte, der Polizei, dass der Fahrkartenautomat Richtung Berlin zerstört sei. Wie sich später herausstellte, ist das Gerät in die Luft gesprengt worden.

Etwa zehn Minuten nach Eingang des Anrufs war die Polizei vor Ort. Beamte stellten den Tatort sicher, der S-Bahnverkehr wurde umgehend unterbrochen. Viele Pendler mussten sich schnell Alternativen für den Arbeitsweg suchen. Es fuhr jedoch ein Busnotverkehr zwischen Oranienburg und Birkenwerder.

Vom Automaten blieb nur die Hülle

Vom Automaten blieb nur die Hülle.

Quelle: Winkler

„Der Täter ist unbekannt“, so O. Schulz von der Landespolizei am frühen Morgen. Auch die Anzahl der Täter sei nicht abzuschätzen. Zur Sprengvorrichtung konnte er ebenfalls keine Angaben machen. Diese wird nun untersucht. Sicher ist nur, dass sämtliches Bargeld, das sich im Automaten befand, entwendet wurde. Zur Höhe des Diebesgutes liegen der Deutschen Bahn noch keine Erkenntnisse vor, wie Sprecher Ingo Priegnitz von S-Bahn Berlin mitteilt.

Die Geldkassette, so hieß es aus der Polizeidirektion Nord, habe auf der Erde vor dem Automaten gelegen. Dazu sei blaue Farbe versprüht gewesen. „Geldkassetten sind mit DNA- und Farbpatronen gesichert“, erklärt Ingo Priegnitz. „Alle Fahrkartenautomaten sind alarmgesichert.“

Tatortgruppe des LKA sicherte Spuren

Im zweiten Automaten auf dem Bahnhof in Richtung Oranienburg wurde eine unbekannte Spreng- und Brandvorrichtung gefunden, die aber augenscheinlich nicht funktioniert hat. Daraufhin wurde der Bahnverkehr auf den Gleisen komplett eingestellt und Entschärfer der Bundespolizei sprengten wenige Minuten vor 8 Uhr aus Sicherheitsgründen den gefunden Sprengsatz.

Der Automat wird bald ersetzt

Der Automat wird bald ersetzt. Kosten: 30 000 Euro.

Quelle: Winkler

Dabei, so hieß es, seien keine größeren Schäden entstanden. Für die direkte Sicherungssprengung war jedoch vorsichtshalber auch die angrenzende Kreisstraße gesperrt worden. Mitarbeiter der Tatortgruppe des Landeskriminalamtes halfen bei der Spurensuche und Spurensicherung. Gegen 9 Uhr konnte die Bahnstrecke wieder freigegeben und der S-Bahnverkehrl wieder aufgenommen werden.

Schaden liegt bei 20 000 Euro

Die Schadenshöhe wird auf etwa 20 000 Euro geschätzt. Die Bahn bezeichnet die nächtliche Sprengung als „Totalschaden“ am Automaten. Eine neuer wird so schnell wie möglich aufgestellt. „Die Beschaffungskosten liegen bei rund 30 000 Euro, so S-Bahn-Berlin-Sprecher. Der zweite Automat ist betriebsbereit. Bezahlung mit EC-Karte und Münzen ist möglich.

Zeugen gesucht

Ermittlungen im Bahnhofsumfeld ergaben, dass die Sprengung möglicherweise schon früher als ihre Feststellung erfolgte. Deshalb bittet die Polizei um Zeugenhinweise zu „ungewöhnlichen Personen- und Fahrzeugbewegungen“ in Lehnitz. Hinweise könnten unter der Telefonnummer Tel. 03301/85 10 eingereicht werden.

 

Von Marco Winkler und Bert Wittke

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