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Falscher Polizist prellt 100-Jährigen

Ludwigsfelde Falscher Polizist prellt 100-Jährigen

Mit einer besonders dreisten Masche hat ein angeblicher Polizist einen 100-Jährigen in Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) um viel Geld gebracht. Der Betrüger bot an, Ersparnisse auf Falschgeld zu überprüfen. Dem betagten Opfer sind später Zweifel an der Geschichte gekommen. Da war es schon zu spät.

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Mit dem Besuch eines falschen Polizisten ist ein 100-Jähriger in Ludwigsfelde reingelegt worden.

Quelle: dpa-Zentralbild

Ludwigsfelde. Ein 100-jähriger ist am Dienstagnachmittag in Ludwigsfelde Opfer eines Betrügers geworden. Der Mann meldete sich gegen 16 Uhr bei der Polizei. Ein Mann hatte sich ihm gegenüber als Polizist ausgegeben und ihn gebeten, ihm alles Bargeld auszuhändigen, das er zuhause hatte. Der falsche Polizist hatte behauptet, die Polizei biete den Service an, festzustellen, ob es sich bei den Ersparnissen um Falschgeld handelt. Das Geld müsse er zur Überprüfung allerdings mitnehmen. Mit dieser Masche erbeutete der Mann 700 Euro von dem 100-Jährigen. Erst nachdem der Betrüger das Weite gesucht hatte, kamen dem Geschädigten Zweifel und er ging zur Polizei.

Versuchter Betrug bei 81-jähriger Frau

Bereits kurz zuvor hatte eine 81-jährige Ludwigsfelderin die Polizei verständigt. Kurz nach 15 Uhr klingelte auch bei ihr ein in zivil gekleideter Mann an der Wohnungstür und gab sich als Kriminalbeamter aus. Er gab an, dass er in einer Falschgeldsache ermittele und bei einer festgenommenen Person Falschgeld gefunden habe. Weiterhin sei bei dieser Person ein Zettel gefunden worden, auf dem vermerkt war, dass der Ehemann der Seniorin eine Lederjacke bei ihm gekauft habe. Der Betrüger zeigte der Rentnerin einen 50-Euro-Schein und forderte sie auf, ihr Bargeld zur Überprüfung auf Falschgeld vorzulegen. Als die Rentnerin erwiderte, dass sie nur Kleingeld in der Wohnung habe, erkundigte sich der Betrüger ob noch weitere ältere Leute in dem Haus wohnen und verließ dann die Wohnung. Bargeld erbeutete der Betrüger in diesem Falle nicht.

Polizei sucht Täter

Der tatverdächtige Mann war etwa Mitte 40, etwa 1,80 Meter groß und von korpulenter Gestalt. Er soll eine Art Leder-oder Stoffjacke getragen haben. Er sprach deutsch. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Teltow-Fläming unter der Telefonnummer 03371/6000 oder im Internet unter www.polizei.brandenburg.de entgegen.

Polizisten haben immer Dienstausweis dabei

Die Polizei rät in solchen Fällen grundsätzlich, sich immer den Dienstausweis eines Polizisten zeigen zu lassen und im Zweifelsfall bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle oder über die Notrufnummer 110 nachzufragen. Kriminalisten führen zusätzlich zum Dienstausweis noch eine Kriminalmarke mit. Jeder sollte den Dienstausweis eingehend prüfen und keine Fremden in die Wohnung lassen. Auch angesichts der immer noch auftretenden Enkeltrick-Masche rät die Polizei, sich am Telefon nicht ausfragen zu lassen und keine Details seiner familiären oder finanziellen Verhältnisse preiszugeben. Auch solle man sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen lassen. Im Zweifelsfall solle man einen späteren Geprächstermin vereinbaren, um in der Zwischenzeit Angaben durch einen Rückruf bei Verwandten oder der Polizei überprüfen zu können. Die Polizei solle man immer zurückrufen, und zwar immer über die öffentlich bekannten Nummern, nicht über Nummern aus dem Display oder Nummern, die ein Anrufer selbst gegeben hat. Telefonnummern im Display sollte mn notieren. Bevor man jemandem Geld gibt, sollte man dies mit einer Person des Vertrauens besprechen – und grundsätzlich kein Geld an Personen übergeben, die man nicht kennt, auch nicht der Polizei. Wenn einem die Sache nicht geheuer ist, am besten die örtliche Polizei informieren. Falls bereits eine Geldübergabe vereinbart wurde, kann man unter 110 die Polizei informieren. Außerdem sollteman immer die Wohnungstür abschließen, Sperrriegel und Türspion benutzen und grundsätzlich keine Verträge an der Haustür abschließen.

Von MAZonline

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