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Familie rastet im Asylheim aus – 4 Verletzte

Bad Belzig, Kuhlowitz Familie rastet im Asylheim aus – 4 Verletzte

Nachdem es im Asylheim Kuhlowitz (Potsdam-Mittelmark) zu einem Schädlingsbefall gekommen war und daraufhin Kleidung der Bewohner vernichtet wurde, ist eine Familie ausgerastet. Sie wollte sich nicht mit der Höhe der Entschädigung zufrieden geben und drohte mit Brandstiftung. Die Auseinandersetzung ging soweit, dass zwei Familienmitglieder und zwei Polizisten verletzt wurden.

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Das Übergangswohnheim im Bad Belziger Ortsteil Kuhlowitz.

Quelle: Uwe Klemens

Bad Belzig. Nachdem es im Asylheim Kuhlowitz (Potsdam-Mittelmark) zu einem Schädlingsbefall gekommen war und daraufhin Kleidung der Bewohner vernichtet wurde, ist eine Familie ausgerastet. Sie wollte sich nicht mit der Höhe der Entschädigung zufrieden geben. Die Auseinandersetzung ging soweit, dass zwei Familienmitglieder und zwei Polizisten verletzt wurden.

Mutter droht mit Brandstiftung

Die 61-Jährige Mutter der afghanischen Familie hatte am Mittwoch und auch noch einmal am Donnerstag gedroht, die Unterkunft in Brand zu setzen, wenn ihre Entschädigung für die vernichteten Sachen nicht höher ausfallen würde.

Sohn leistet Widerstand

Nachdem die Polizei das Gelände am Donnerstagnachmittag verlassen hatte, ging ihr Sohn (18) in das Büro der Sozialarbeiterin und forderte ebenfalls eine höhere Entschädigung. Er wollte das Büro nicht mehr verlassen, bis er voll entschädigt werde. Auch einer Aufforderung durch Polizeibeamte kam der 18-jährige nicht nach.

Zwei Polizisten verletzt

Um weitere Straftaten in der Unterkunft zu unterbinden, sollte der 18-jährige ins Gewahrsam genommen werden. Dabei leisteten er wie auch seine Mutter und die 16-jährige Schwester Widerstand. Zwei Polizeibeamte wurden dabei leicht verletzt, blieben aber weiter dienstfähig.

Mutter und Tochter zerschlagen mit bloßen Händen Glasscheiben

Nachdem der 18-jährige von seiner Mutter und der Schwester getrennt und gefesselt worden war, zerschlugen die beiden Frauen mit ihren bloßen Händen Glasscheiben zu angrenzenden Büros ein. Hierbei fügten sie sich Schnittverletzungen an den Händen zu.

Tritt gegen den Streifenwagen

Um die Abfahrt der Polizeibeamten mit zu verhindern, blockierten Mutter und Tochter den Streifenwagen. Auch trat die Mutter gegen den Streifenwagen, wobei dieser leicht beschädigt wurde. Die Mutter kündigte an, dass sie die Asylnotunterkunft zerstören werde, wenn die Polizei ihren Sohn mitnehmen würde.

Mutter mit psychischen Problemen in die Klinik

Unmittelbar danach klagte sie über Kreislaufschwäche, so dass der Rettungsdienst zum Einsatz kam. Der eingesetzte Notarzt erkannte psychische Probleme bei ihr und wies sie in eine Spezialklinik ein. Die minderjährige Tochter wurde an den Kinder- und Jugendnotdienst übergeben. Der 18-jährige Sohn wurde ins Gewahrsam der Polizeiinspektion Brandenburg gebracht.

Sechs Anzeigen

Die Beamten ermitteln nun gegen die Familie zur Bedrohung, Nötigung, Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung.

Von MAZonline

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