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Farbanschlag auf Haus des AfD-Politikers Jung

Staatsschutz ermittelt Farbanschlag auf Haus des AfD-Politikers Jung

Wieder sind im Land Brandenburg Anschläge auf Privathäuser von Politikern verübt worden. In der Nacht zu Mittwoch traf es unter anderem das Haus von Thomas Jung, der AfD-Abgeordneter im Potsdamer Landtag ist. Nun ermittelt der Staatsschutz.

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Farbanschlag auf das Wohnhaus des AfD-Abgeordneten Thomas Jung.

Quelle: AfD Brandenburg

Potsdam. Die Serie von Anschlägen auf Parteibüros und sogar auf Privathäuser von Politikern im Land Brandenburg reißt nicht ab. In der Nacht zu Mittwoch gab es im Raum Potsdam gleich drei Anschläge, betroffen sind diesmal ausschließlich AfD-Politiker.

„Nationalismus tötet“ mit schwarzer Farbe

Prominentestes Opfer ist der brandenburgische AfD-Landtagsabgeordnete Thomas Jung. Sein Haus wurde mit Farbbeuteln beworfen. Zudem wurde in schwarzer Farbe „Nationalismus tötet“ an die Fassade geschmiert. Der Schaden beträgt mehrere tausend Euro.

Polizei vermutet politisch motivierte Tat

Die Polizei vermutet „auf Grund der Gesamtumstände“, dass es sich um eine politisch motivierte Tat handelt. Darum hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

Eine „neue Stufe der Gewalt“

Auch Thomas Jung geht von einem politisch motivierten Angriff aus und reagierte entsetzt: „Dieser feige Anschlag auf mein Privathaus, der nicht einmal vor meiner Familie halt macht, ist im Vergleich mit den regelmäßigen Anschlägen auf Bürgerbüros der AfD eine neue Stufe der Gewalt. Ich hoffe, dass die Polizei die Täter schnell ermittelt und meine Familie und mich künftig vor solchen Angriffen schützt.“

Anschläge auf zwei weitere Häuser

Neben dem Anschlag auf das Haus von Thomas Jung wurden in der Nacht zu Mittwoch im Raum Potsdam zudem die Häuser zweier weiterer AfD-Mitglieder mit Farbbeuteln beworfen. Dabei wurden auch im Umkreis parkende Autos beschädigt. Bereits im April hatten Unbekannte das Wohnhaus des AfD-Landeschefs Alexander Gauland mit Farbe beschmiert.

Farbbeutel-Attacke auf Haus von Gauland

Angriffe werden immer mehr und immer persönlicher

In den vergangenen Monaten gab es in ganz Brandenburg nach Angaben der AfD mehr als 20 Anschläge auf Bürgerbüros von Abgeordneten der Partei. Auch auf Büros von Die Linke und anderer Parteien wurden in den vergangenen Monaten zahlreiche Angriffe verübt. Wobei die Angriffe immer persönlicher werden: An die Stelle von inhaltlichen Auseinandersetzungen rücken Beschimpfungen, Drohungen und Angriffe, gerichtet gegen Menschen mit all ihrer Privatheit, ihren Persönlichkeitsrechten, ihrer Familie..

Politischer Extremismus: Ich weiß, wo du wohnst!

Von MAZonline

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