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Feuer in der U-Bahn – Fahrer im Krankenhaus

Großeinsatz in Berlin Feuer in der U-Bahn – Fahrer im Krankenhaus

Mitten im Feierabendverkehr hat es in Berlin einen Großeinsatz der Feuerwehr und Polizei gegeben. Ein Feuer war an einem U-Bahnzug der Linie 2 ausgebrochen. Der Fahrer musste mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Inzwischen ist auch bekannt, wie es zu dem Feuer kam.

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Quelle: imago stock&people

Berlin. Ein Feuer mit starker Rauchentwicklung an einem U-Bahnzug in Berlin-Charlottenburg hat am Freitag mitten im Feierabendverkehr zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei geführt. Die Fahrgäste des betroffenen Zuges der U-Bahnlinie 2 kamen mit dem Schrecken davon. Sie konnten die Wagen auf dem Bahnhof Sophie-Charlotte-Platz unversehrt verlassen und sich nach Behördenangaben in Sicherheit bringen. Der Fahrer des Zuges kam mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

Aggregat der U-Bahn fing Feuer

Wie Feuerwehrsprecher Stephan Fleischer berichtete, hatte ein Aggregat an der Unterseite des Zuges Feuer gefangen. Als der Fahrer Rauch aufsteigen sah, schlug er Alarm und sorgte dafür, dass die Fahrgäste den Zug verließen. Die eintreffende Feuerwehr löschte die Flammen und begann anschließend damit, den Rauch aus der Station abzupumpen.

Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) warteten am Abend noch darauf, auf den Bahnsteig gehen und den Schaden an dem Zug und den Bahnanlagen aufnehmen zu können. Die Feuerwehr hatte nach den Worten Fleischers zeitweise rund 100 Helfer im Einsatz.

Busersatzverkehr für Reisende

Zur genauen Brandursache und zu dem betroffenen Aggregat lagen zunächst keine Informationen vor. Zwischen den Bahnhöfen Deutsche Oper und Theodor-Heuss-Platz richtete die BVG einen Busersatzverkehr ein.

Brände in der Berliner S- und U-Bahn

In den vergangenen Jahren ist es bereits öfter zu Zwischenfällen in Tunneln und unterirdischen Bahnhöfen des Berliner Nahverkehrs gekommen. Hier einige Beispiele:

7. Juli 2000: Das bisher schwerste Unglück ereignet sich während der Love-Parade im U-Bahnhof Deutsche Oper. Nach einem Kurzschluss bricht in den letzten beiden Waggons eines Zuges Feuer aus, 30 Fahrgäste erleiden Rauchgasvergiftungen.

6. Februar 2001: Kurz vor dem U-Bahnhof Kleistpark kommt es zu einem Feuer an der Abdeckung eines Speisekabels zur Stromversorgung. Etwa 20 Meter vor dem Bahnhof müssen die Fahrgäste den Zug verlassen.

7. Juli 2001: Nach einem durch einen Kurzschluss ausgelösten Schwelbrand müssen 150 Fahrgäste kurz vor dem U-Bahnhof Afrikanische Straße aus dem Zug ins Freie geleitet werden. 30 Menschen werden verletzt.

1. November 2001: Qualmende Bremsbeläge verursachen im U-Bahn-Tunnel zwischen den Stationen Frankfurter Allee und Samariterstraße starke Rauchentwicklung. Rund 100 Fahrgäste müssen über Notausgänge in Sicherheit gebracht werden. Eine Person wird mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.

10. November 2001: Ein defektes Stromrückleitungskabel löst im U- Bahn-Tunnel zwischen den Stationen Theodor-Heuss-Platz und Neu- Westend einen Kabelbrand aus. Vorsorglich werden beide Bahnhöfe evakuiert, Menschen kommen nicht zu Schaden.

10. August 2004: Im Nord-Süd-Tunnel der S-Bahn bricht ein Brand in einem Waggon der S-Bahnline 2 aus. Der Zug kommt in der unterirdischen Station Anhalter Bahnhof zum Stehen, der Fahrer kann rund 30 Passagiere über einen Notausgang in Sicherheit bringen. Ursache des Brandes war ein technischer Defekt.

28. Juni 2005: Im U-Bahntunnel am Bahnhof Hausvogteiplatz geraten Bahnschwellen und Teile einer Holzverschalung in Brand. Beißender Rauch vernebelt die Tunnelröhre. Menschen kommen nicht zu Schaden.

29. Januar 2011: In einem U-Bahnschacht der Linie 6 gerät Holzverkleidung in Brand. Während der Löscharbeiten war der Tempelhofer Damm gesperrt. Der U-Bahnbetrieb zwischen Alt-Mariendorf und Tempelhof war in beide Richtungen unterbrochen. Verletzt wurde niemand.

22. Juli 2011: Im U-Bahnhof Alexanderplatz versetzt eine Rauchentwicklung in einem Schaltschrank für kurze Zeit die Feuerwehr in Alarmbereitschaft. Personen werden nicht verletzt.

14./15. Januar 2012: Binnen eines Wochenendes brennt es zweimal in U-Bahntunneln. In beiden Fällen wurde ein Defekt der Stromzufuhr vermutet. Verletzt wurde niemand. Erst hatte es im Tunnel zwischen den Bahnhöfen Rathaus Steglitz und Schlossstraße dichte Rauchschwaden gegeben, später wurde die Feuerwehr dann zum U-Bahnhof Möckernbrücke in Kreuzberg gerufen.

23. Januar 2012: Wenige Tag später musste die Feuerwehr erneut anrücken. Hier wurde eine brennende Zigarette als mögliche Ursache für die Rauchentwicklung in der Nähe der Station Zoologischer Garten vermutet.

Von MAZonline und dpa

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