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Feuerwehr verhindert Sinken eines Leichters

Schubschiff contra Arbeitsponton Feuerwehr verhindert Sinken eines Leichters

Auf dem Oder-Havel-Kanal bei Liebenwalde (Oberhavel) sind zwei Schubschiffe zusammengekracht. Ein Leichter ist dabei beschädigt worden. Ein großes Loch klaffte im Bug. Dann strömte Wasser in den antriebslosen Schiffskörper. Er drohte zu sinken. Doch die Feuerwehr leistete ganze Arbeit und verhinderte das Schlimmste.

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Der Leichter drohte zu sinken.

Quelle: Braune

Kreuzbruch. Zwei Schubschiffe sind am Dienstagabend gegen 20  Uhr auf dem Oder-Havel-Kanal bei Kreuzbruch, einem Ortsteil von Liebenwalde im Landkreis Overhavel, miteinander kollidiert.  Dabei entstand an einem  Leichter (antriebsloser Schiffskörper, der von einem Schubschiff geschoben wird) ein Leck. Als deutlich wurde, dass das Loch etwa einen Meter mal  einen halben Meter groß ist, und folglich größere Wassermengen eindringen können, wurde die Freiwillige Feuerwehr Liebenwalde alarmiert. Die rückte gegen 21 Uhr aus.

Lage vor Ort unübersichtlich

„Die Lage war zunächst etwas undurchsichtig“, berichtet Liebenwaldes  stellvertretenden Stadtbrandmeister Tino von Spiczack Brezinski, der den Einsatz leitete. Es war gemeldet worden, dass sich der  Unfall auf Höhe der früheren Römerbrücke zugetragen haben soll. Die Brücke war im Zweiten Weltkrieg gesprengt worden. Die Reste davon befinden sich außerhalb der Ortschaft Kreuzbruch mitten in einem Waldstück. Die Liebenwalder Feuerwehrleute brachten unweit der Kreuzbrucher Brücke über den Oder-Havel-Kanal ihr Schlauchboot zu Wasser, um damit zum Unglücksort zu gelangen. „Wir wollten uns zunächst mal ein möglichst genaues Bild von der Lage machen“, sagt Tino von Spiczack Brezinski.

Die Feuerwehr hat das eintretende Wasser abgepumpt.

Quelle: Braune

Mit Pumpen im Kampf gegen die Zeit

Bald wurde klar, was passiert war: Ein polnischer Zugverband „Bizon“ war aus Richtung Eberswalde in Richtung Lehnitz unterwegs. Der Verband bestand aus einem Schubschiff und zwei Leichtern, die mit Kohle beladen waren. Ein Schubboot mit einem Arbeitsponton im Verband kam dem „Bizon“ entgegen. Auf Höhe der Römerbrücke bei Kreuzbruch fuhr der Bizon vermutlich aufgrund eines Fahrfehlers des 64-jährigen polnischen Schiffsführers mit dem vorderen Leichter gegen den Arbeitsponton.  Aufgrund der Wassermassen, die durch den Riss im vorderen Leichter eindrangen, drohte der Leichter zu sinken. Durch Einsatz von Schiffspumpen  konnte zunächst genügend Wasser außerbords gepumpt werden, so dass beide Schiffe  bis zur Liegestelle an der Kreuzbrucher Brücke (Höhe Landstraße 21) fahren konnten.  Dort wurde mit Unterstützung der Feuerwehrleute – inzwischen waren die Wehren aus Neuholland und Hammer nachalarmiert worden – das Sinken des Leichters verhindert. Er wurde später mit Hilfe des Schubschiffes zusätzlich festgelegt – also stabilisiert.

Die Unfallaufnahme erfolgte durch Beamte der Wasserschutzpolizei der Polizeidirektion Ost Hohensaaten. Verletzt wurde niemand, zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen bisher keine Angaben vor.  Gegen 2 Uhr hatten die Kameraden der Liebenwalder Feuerwehr und der Ortswehren die Einsatzbereitschaft in den Depots wieder hergestellt.

Von MAZonline

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