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Feuerwehrmann verhindert Großbrand bei Arbeitgeber

Brand in Putenmastanlage im Kreis Ostprignitz-Ruppin Feuerwehrmann verhindert Großbrand bei Arbeitgeber

Ein aufmerksamer und beherzt eingreifender Feuerwehrmann hat am Montagfrüh im Landkreis Ostprignitz-Ruppin einen Großbrand in einer Putenmastanlage verhindert. Die Anlage ist sein Arbeitsplatz. Als er dort zu einer Schicht erschien, bemerkte er aufsteigenden Rauch.

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Er klammert, sie haut ihm auf die Nase

Der Schwelbrand im Stroh der Putenmastanlage konnte schnell gelöscht werden.

Quelle: Gerd-Peter Diederich

Rägelin. Schaden mit hohen Tierverlusten konnte Montagfrüh ein aufmerksamer Mitstreiter der Wittstocker Feuerwehr durch sein fachmännisches Verhalten verhindern. Der 26-jährige Mann war auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz in der Putenmastanlage zwischen Rossow (Stadt Wittstock) und Rägelin (Gemeinde Temnitzquell). Als er um 6.33 Uhr die Putenmastanlage betrat, entdeckte er aufsteigenden Rauch. Er nahm sich vorhandene Pulverlöscher in der Betriebsstätte, alarmierte gleichzeitig die Leitstelle und rannte in die Stallanlage. Hier stieg dicker Rauch und Gestank aus schwelendem Stroh am Stallboden auf einer Länge von zirka zehn Metern auf. Das Material dient eigentlich als Einstreu für das Geflügel.

Zunächst allein gelöscht

Der Feuerwehrmann begann allein zu löschen, während die Leitstelle in Potsdam wegen fehlender genauer Ortsbezeichnung ohne eigene Hausnummer noch Feuerwehrzuständigkeiten zu ermitteln versuchte. Die Christdorfer Einheit wurde mit alarmiert, weil es Putenmastanlagen auch in ihrem Bereich gibt. Statt der Feuerwehr im Amtsbereich Temnitzquell wurde die schneller verfügbare Wittstocker Feuerwehr mit den Einheiten Rossow/Fretzdorf und die Christdorfer Mannschaft zur Brandbekämpfung alarmiert. Die gerufene Wittstocker Einheit konnte auf dem Weg zur Stallanlage wieder umdrehen, da der Schwelbrand unter Kontrolle war.

Acht Feuerwehrleute löschten den Enstehungsbrand in der zirka zehn Zentimeter dicken Stroheinstreuschicht auf einem Drittel der Stalllänge. „Die Hauptarbeit hatte unser aufmerksamer Kamerad aus Wittstock bereits erledigt, als die Verstärkung aus Rossow/Fretzdorf und Christdorf dort eingetroffen ist“, lobt Stadtwehrführer Sven Scheer den Kollegen. Andernfalls hätte daraus ein gewaltiges Feuer in der Stallanlage entstehen können, mit hohem Sachschaden und dem Verlust eines großen Tierbestandes.

Kripo ermittelt zur Brandursache

Zur Ursache der Brandentstehung gab es am Vormittag noch keine Erkenntnisse. Nach dem Feuerwehreinsatz wurde der Platz an den Eigentümer der Putenmast übergeben. Kriminalisten ermitteln seit Montagvormittag zur Brandursache. Bevor die Feuerwehrmannschaften die Einsatzstelle verließen, wurde vorsorglich der gesamte Stall von den Feuerwehrleuten besichtigt und auch bis in die Dachkonstruktion untersucht, um übersehene Glutnester gänzlich auszuschließen.

Der Feuerwehreinsatz war um 8.20 Uhr beendet. Der junge Feuermann aus Wittstock kam nach seinem beherzten Löscheinsatz an seiner Arbeitsstelle erstmal vorsorglich mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus zur Beobachtung. Er war dickem Rauch und Löschmitteldämpfen ausgesetzt und wird deshalb vorsorglich untersucht.

Ordnungsämter und Leitstelle müssen über Alarmierung reden

Zur Alarmierungskette bei künftigen Einsätzen in den Tiermastanlagen rund um Wittstock und das Amt Temnitzquell müssen sich jetzt die Ordnungsämter und die Leitstelle in Potsdam miteinander verständigen. Klare Adressenzuordnungen müssen festlegt werden. Dann ist es in Potsdam für die Leitstelle auch ersichtlich, welche Feuerwehr wohin in den Einsatz zu alarmieren ist.

Von Gerd-Peter Diederich

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