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Feuerwehrunfall: Fahrer unter Alkoholeinfluss

Baumblütenfest in Werder Feuerwehrunfall: Fahrer unter Alkoholeinfluss

Nach dem Unfall mit einem Feuerwehrfahrzeug und mehreren Verletzten beim inzwischen beendeten Blütenfest in Werder steht jetzt fest, dass der Fahrer des Autos unter Alkoholeinfluss zum Einsatz fuhr. Die Polizei und ein Gutachten sollen nun klären, ob der Alkohol Ursache des Unfalls war.

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Bei dem Unfall auf dem Baumblütenfest war ein Einsatzfahrzeug in einen Biergarten gekracht und hatte Personen zum Teil schwer verletzt.

Quelle: Stähle

Werder. Der 63 Jahre alte Fahrer eines Feuerwehrfahrzeuges, der am Freitag auf dem Baumblütenfest in Werder einen Unfall mit mehreren Verletzten verursacht haben soll, war leicht alkoholisiert. Damit haben sich die MAZ-Informationen vom Samstag bestätigt. Die Polizeidirektion West nannte heute auf Nachfrage einen Blutalkoholwert von 0,32 Promille. Laut Polizeisprecher Heiko Schmidt werden nun die Ermittlungen der Polizei und eines externen Gutachters die Frage klären müssen, ob der Alkohol eine Ursache für den Unfall war. Die Polizei ermittelt seit dem Unglück gegen den Fahrer wegen fahrlässiger Körperverletzung.

0,5-Promille-Grenze problematisch bei Unfällen

Laut Straßenverkehrsordnung dürfen Autofahrer zwar bis zur 0,5-Promille-Grenze noch ein Fahrzeug lenken. Sind sie aber in einen Unfall verwickelt, kann es auch unterhalb dieser Schwelle Ärger geben. Bei 0,3 Promille etwa kann einem Unfallfahrer eine Straftat zur Last gelegt werden, wenn alkoholbedingte Ausfallerscheinungen nachzuweisen sind.

Die Polizei hatte einen Unfallgutachter angefordert

Die Polizei hatte einen Unfallgutachter angefordert.

Quelle: Stähle

Im Werderaner Fall dürfte nun eine Rolle spielen, ob der Fahrer das Feuerwehrauto im komplett nüchternen Zustand problemlos durch die Engstelle hätte steuern können. Handelt es sich um eine äußerst knappe Durchfahrt, könnten auch Fahrer ohne Pegel in Schwierigkeiten geraten.

Jetzt lesen: Warum führte der Einsatz über die Festmeile?

Nach Auskunft des Innenministeriums, gelten für Kameraden der Feuerwehr die selben Regeln wie für alle Autofahrer. „Bei Schulungen und Weiterbildungen wird aber immer auf 0 Promille am Steuer orientiert“, sagt Pressesprecherin Susann Fischer. Dies bestätigt auch ein Sprecher der Feuerwehrleitstelle in Brandenburg. „Wenn aber Kameraden der zahlreichen freiwilligen Wehren abends Bier trinken und anschließend zum Alarm gerufen werden, müssen sie entscheiden, ob sie uneingeschränkt einsatzfähig und fahrtauglich sind.“

Eine Entscheidung die nicht immer leicht falle und von vielen Faktoren abhängig sei. Schließlich sei die körperliche Verfassung der Kameraden nicht jeden Tag gleich und die Anforderungen beim Einsatz sehr unterschiedlich.

Von Regine Greiner

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