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Flammen zerstören Einfamilienhaus

Ketzin/Havel Flammen zerstören Einfamilienhaus

Dramatische Szenen im Havelland. In Ketzin hat ein Feuer in der Nacht zu Freitag ein Einfamilienhaus zerstört. Das Feuer ist in einem Nebengelass ausgebrochen und hat dann auf das Wohnhaus übergegriffen. Mit MAZvideo.

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Das Feuer brach in einem Nebengelass aus und griff dann auf das Einfamilienhaus über

Quelle: Julian Stähle

Ketzin/Havel. Es sind dramatische Bilder – Ein Feuer auf einem privaten Grundstück in der Uferstraße in Ketzin/Havel hat in der Nacht zum Freitag ein Wohnhaus und ein Nebengebäude komplett zerstört. Die Bewohner konnten sich rechtzeitig ins Freie retten, auch ihr Hund überlebte.

Um 0.27 Uhr war bei der Leitstelle in Potsdam ein Notruf eingegangen. Der 77-jährige Grundstücksbesitzer hatte kurz nach Mitternacht die Flammen in dem Stallgebäude entdeckt und daraufhin mit dem Löschen begonnen. Seine Ehefrau verständigte die Feuerwehr. Als die Ketziner, Etziner und Falkenrehder Feuerwehr am Einsatzort in Ketzin-Brückenkopf eintrafen, „war das Nebengebäude im Vollbrand und die Flammen hatten bereits auf das Dach des Wohnhauses übergegriffen“, schildert Einsatzleiter Steffen Vogeler. „Wir haben noch versucht zu löschen, aber letztlich waren beide Gebäude nicht mehr zu retten.“

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23. September 2016: Dramatische Szenen im Havelland – dort hat ein Feuer in der Nacht zu Freitag ein Einfamilienhaus in Ketzin zerstört. Das Feuer ist in einem Nebengelass ausgebrochen und hat dann auf das Wohnhaus übergegriffen. Als die Feuerwehr am Unglücksort eintraf, brannte das Haus lichterloh. Die Bewohner konnten sich retten und blieben unverletzt.

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Um zu erfahren, ob noch weitere Personen im Haus sind oder wo sich der Brandherd befindet, musste eine Wärmebildkamera eingesetzt werden. „Da wir solch ein Gerät in Ketziner Wehr zwar bestellt haben, es aber erst in einigen Tagen bekommen“, so Vogeler, „haben wir die Brieselanger Feuerwehr, die über diese Technik verfügt, zur Unterstützung gerufen.“ Sogar die Wustermarker Feuerwehr wurde zur Verstärkung angefordert, weil man mehr Atemschutzgeräteträger benötigte. Allerdings konnten die Wustermarker Kameraden erst verspätet nach Ketzin fahren, weil sie selbst in ihrem Gemeindegebiet einen Einsatz hatten. Aus dem Atemschutzgerätezentrum in Falkensee waren außerdem Feuerwehrleute zum Einsatzort gekommen, um Atemschutzgeräte, die schon eingesetzt wurden, auszutauschen. Insgesamt waren 62 Feuerwehrleute in der Nacht vor Ort. Die Löscharbeiten dauerten bis etwa 8 Uhr an.

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Dramatische Szenen im Havelland – dort hat ein Feuer in der Nacht zu Freitag ein Einfamilienhaus in Ketzin zerstört. Das Feuer ist in einem Nebengelass ausgebrochen und hat dann auf das Wohnhaus übergegriffen. Als die Feuerwehr am Unglücksort eintraf, brannte das Haus lichterloh. Die Bewohner konnten sich retten und blieben unverletzt.

Quelle: Julian Stähle

Das Gebäude ist derzeit nicht mehr bewohnbar. Das Ehepaar kam zunächst bei Verwandten unter und hat inzwischen von der Ketziner Wohnungsgesellschaft Wohnraum zur Verfügung gestellt bekommen. „Kriminaltechniker werden den Brandort auf die mögliche Ursache hin untersuchen. Die weiteren Ermittlungen zum Verdacht einer fahrlässigen Brandstiftung dauern an“, sagte die Polizei auf Nachfrage. Die genaue Brandursache steht noch nicht fest. Mehrere Anwohner haben gegen Mitternacht einen lauten Knall gehört. Es wurde vermutet, dass dieser von der Explosion Gasflasche herrühren könnte. Aber das konnte der Ketziner Feuerwehrchef Steffen Vogeler nicht bestätigen: „Wir haben zwei Gasflaschen gefunden, die allerdings in Ordnung waren. Eine zerborstene Gasflasche ist bisher nicht entdeckt worden.“ Der 77-jährige Hausbesitzer soll am Vorabend in den Nebengebäude gekocht haben.

Bei dem Einsatz in Ketzin-Brückenkopf hatten die Feuerwehren mit dem Problem zu kämpfen, dass die großen Fahrzeuge kaum durch die engen Wege in der Wochenendsiedlung durchkamen. „Wenn dort noch parkende Autos gestanden hätten, hätten wir sie erstmal umsetzen müssen“, sagte Steffen Vogeler. Von einer Behinderung oder Verzögerung des Einsatzes wollte er aber in diesem Brandfall nicht sprechen.

Von Jens Wegener

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