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„Gezielte Attacke“: Neonazis verprügeln Ausländer

Wittstock/Dosse „Gezielte Attacke“: Neonazis verprügeln Ausländer

Fremdenfeindlicher Überfall in Wittstock/Dosse: Dort haben drei Männer zwei Ausländer brutal zusammengeschlagen. Zwei der Beschuldigten sitzen nun in U-Haft. Außerdem hat es bei ihnen eine Hausdurchsuchung gegeben. Der Fall hatte sich für die Ermittler zunächst anders dargestellt.

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Symbolbild

Quelle: dpa

Wittstock. In Wittstock an der Dosse sind vor etwa zehn Tagen zwei Ausländer von drei Männern brutal zusammengeschlagen worden. Zwei Verdächtige sitzen in U-Haft. Die Beschuldigten hatten die Männer – einen 24-jährigen Staatenlosen aus dem Gazastreifen und einen 32-jährigen Ägypter – zunächst angerempelt, dann durch die Straßen gejagt und dabei ausländerfeindliche und rechtsextreme Parolen gerufen. Das haben Polizei und die Neuruppiner Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitgeteilt. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht vom 3. auf den 4. Dezember.

Der Fall hatte sich für die Ermittler zunächst anders dargestellt. Die Beschuldigten hatten sich nämlich am 5. Dezember zunächst bei der Polizei gemeldet und angegeben, von den zwei Ausländern angegriffen worden zu sein. Ermittlungen haben nun ergeben, dass es genau anders herum war. Die Staatsanwaltschaft spricht von einer „gezielten Attacke“. Einer der Beschuldigten ist ein bekannter Neonazi. Die Opfer sind bei der Attacke erheblich verletzt worden, heißt es von einem Sprecher der Neuruppiner Staatsanwalt. Zu Einzelheiten will er sich nicht äußern.

Am Mittwoch sind die Wohnungen der Beschuldigten durchsucht worden. Dabei konnten Waffen und verfassungsfeindliches Material sichergestellt werden. Auch hier will die Staatsanwalt keine genaueren Angaben machen. Zwei Beschuldigte – beide 35 Jahre alt – sind noch am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt worden, sie sitzen nun in Untersuchungshaft. Die Gründe seien Wiederholungs- bzw. Fluchtgefahr, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Die Ermittlungen in dem Fall laufen weiter.

Von MAZonline

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