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Im Park gibt's Gras

Öffentliche Cannabis-Plantage in Berlin Köpenick entdeckt Im Park gibt's Gras

Es grünt so grün in Berlin. Die Polizei ist in Berlin Köpenick auf eine verborgene Cannabis-Plantage gestoßen. Die wurde aber nicht etwa gut versteckt, sie befand sich öffentlich auf einer Grünanlage. Insgesamt 700 Stiele mussten die Beamten aus der Erde rupfen. Inzwischen ist es schon der zweite Fund dieser Art.

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Berlin. Zum zweiten Mal innerhalb von 14 Tagen hat die Berliner Polizei einen „verborgenen Schatz“ entdeckt: Sie stieß in einer öffentlichen Grünanlage in Berlin-Köpenick auf eine Cannabis-Plantage. Gleich 700 Stiele der anregenden Pflanze, aus der das in Deutschland verbotene Haschisch und Marihuana gewonnen werden kann, wuchsen dort vor sich hin. Ein Passant habe seine Entdeckung in der Straße Am Generalshof am Freitagmittag gemeldet, teilte die Polizei mit.

Die zum Teil blühenden Pflanzen befanden sich auf einer Fläche von 28 mal 7 Metern und wogen insgesamt rund sieben Kilo. Die Polizei stellte sie sicher und ermittelt nun wegen des illegalen Anbaus von Drogen. Den Anbauer zu finden, sei jedoch sehr schwierig, räumte der Polizeisprecher ein. Fraglich ist, ob es sogar eine Protestaktion ist von Menschen, die Marihuana legalisiert sehen wollen.

Erst am 11. Mai waren am U-Bahnhof Kottbusser Tor in Kreuzberg ebenfalls 700 Cannabis-Pflanzen entdeckt worden. Im Gegensatz zu dem neuen Fund waren die Pflanzen dort allerdings noch zu klein, um den berauschenden Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (TCH) zu enthalten.

Im Freien und auf öffentlichen Flächen werden die Plantagen laut Polizei zwar selten angepflanzt, privat dafür umso mehr. 79 Hanfplantagen wurden 2014 von der Polizei gefunden. Das sind etwa so viele wie im Vorjahr - aber fast doppelt so viele wie 2010. Vier davon waren im vergangenen Jahr sogenannte Profiplantagen mit mehr als 1000 Cannabispflanzen. Außerdem gab es 24 Großplantagen mit 100 bis 1000 Pflanzen und 51 Kleinplantagen mit 20 bis 100 Pflanzen.

Für den - verbotenen - Anbau von Cannabis bieten verschiedene Geschäfte Zubehör wie Samen, Bewässerungs- und Entlüftungsanlagen und Halogenstrahler an. Die Polizei fahndet nach den Plantagen zum Teil mit Infrarotkameras, weil die Halogenlampen extrem warm sind. Oft werden die Besitzer aber auch von Nachbarn angezeigt, weil die Pflanzen trotz abgedichteter Räume stark riechen oder Bewässerungsschläuche undicht werden und ganze Hausetagen unter Wasser setzen.

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