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Großbrand: Keine Spur von vermisster Frau

Suche auf Freitag vertagt Großbrand: Keine Spur von vermisster Frau

Nach einem Großbrand in einem Wohnhaus in Beelitz (Potsdam-Mittelmark) haben Spezialkräfte bis zum Abend nach einer 86-jährigen Frau gesucht. Sie wird vermisst, seitdem der Dachstuhl des Hauses in Flammen aufging. Doch bei Einbruch der Dunkelheit musste die Suche abgebrochen werden – noch immer glimmt es und das Haus ist einsturzgefährdet.

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Eine Frau wird vermisst, Spezialkräfte suchen von oben das Dachgeschoss ab. Insgesamt sind in Beelitz 85 Feuerwehrleute im Einsatz gewesen.

Quelle: jst

Beelitz. Nach dem Brand in einem Wohnhaus in Beelitz suchten Spezialkräfte bis zum Abend noch nach einer vermissten 86-jährigen Frau, die sich in dem Gebäude aufgehalten haben könnte. Die Suche musste mit Einbruch der Dunkelheit aus Sicherheitsgründen allerdings abgebrochen werden und wird am Freitag fortsgesetzt, sagte ein Polizeisprecher.

Indizien, dass die Frau im Haus war

Von der Frau fehlte auch am späten Abend jede Spur. Allerdings verdichten sich die Indizien, dass sich die 86-Jährige beim Brandausbruch im Haus befand. Die Kriminalpolizei hat Angehörige befragt. Sie hätten keine Hinweise darauf, dass sich die Frau woanders aufhielt, hieß es.

In dem Haus in der Clara-Zetkin-Straße sollen die 86-jährige und ihre 51-jährige Tochter gewohnt haben. Außerdem soll auch die Enkelin ab und an im Haus Zeit verbracht haben. Nach Polizeiangaben waren die beiden jüngeren Frauen aber definitiv nicht in dem Gebäude. Die Tochter soll sich bei Verwandten aufhalten. Bisher konnte jedoch niemand sagen, wo ihre 86-jährige Mutter noch sein könnte.

Glutnester erschweren Suche

Die Suche am ausgebrannten Haus gestaltet sich sehr schwierig, sagte Polizeisprecher Oliver Bergholz. Das Dachgeschoss ist teilweise eingestürzt, das Haus einsturzgefährdet. Es konnte deshalb nicht betreten werden. Auch am Nachmittag glommen noch Glutnester. Bei der Suche, bei der auch Teile des Dachgeschosses abgetragen werden, würden zudem kleinere Brandnester wieder neu aufflammen, sobald Sauerstoff an die Glut gelange, hieß es. Feuerwehrleute gehen davon aus, dass die Löscharbeiten noch bis zum frühen Morgen andauern werden. Mindestens solange bleibt die Clara-Zetkin-Straße gesperrt.

 

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15. Oktober: In Beelitz ist am frühen Donnerstagmorgen ein Einfamilienhaus in Brand geraten. Die Feuerwehr war dort mehrere Stunden mit 70 Rettungskräften im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bekommen.

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Am späten Vormittag hatten Spezialkräfte der Höhenrettung des Landkreises Potsdam-Mittelmark aus der Luft mit der Suche nach der vermissten Frau begonnen. Mit Hilfe eines Kranes wurde eine Gondel mit den Männern, die Atemschutzmasken trugen, über dem Haus herabgelassen, um das Dachgeschoss abzusuchen. Zwei Einsatzkräfte seilten sich zudem aus der Gondel ab. Auch wurde das Dach Stück für Stück abgetragen. Die Suche blieb bisher aber ohne Ergebnis.

Das Dachgeschoss des Einfamilienhauses war gegen 5 Uhr aus noch ungeklärter Ursache in Flammen aufgegangen. Ein Großaufgebot an Feuerwehrleute musste den Brand stundenlang löschen. Erst gegen 9 Uhr war das Feuer weitgehend eingedämmt, aber noch nicht völlig erloschen.

Dachstuhl teilweise eingestürzt – Betreten des Hauses nicht möglich

Es werde noch dauern, bis man Gewissheit darüber bekommt, ob noch Personen im Haus sind, sagte der Polizeisprecher auf Nachfrage von MAZonline.

Während der Löscharbeiten mussten auch die Bewohner der Nachbarhäuser ihre Wohnungen verlassen. Es bestand die Gefahr, dass die Flammen auf andere Gebäude übergreifen. Das konnte aber verhindert werden.

Stau in Beelitz

Insgesamt waren 85 Feuerwehrleute im Einsatz. Neben den Beelitzer Brandbekämpfern rückten auch die Feuerwehren aus Michendorf, Seddiner See, Werder, Kloster Lehnin und Treuenbrietzen an. Der Löschtrupp aus Treuenbrietzen brachte eine zweite Drehleiter mit, um das Feuer wirksam bekämpfen zu können. Wegen des Feuerwehreinsatzes musste ein Teil der Clara-Zetkin-Straße komplett gesperrt werden. Dadurch bildeten sich in Beelitz Staus. Über eine eingerichtete Umleitung verlief der Verkehr später nach Angaben der Polizei aber reibungslos.

Zur Brandursache konnte die Polizei bisher keine Angaben machen. Kriminaltechniker und Ermittler waren vor Ort, die Spurensicherung konnte bisher aber nur mit dem Fotoapparat erfolgen, sagte ein Polizist. Die Brandermittler könnten wohl erst am Freitag ins Haus, wenn der Brand abgekühlt sei.

Auch die Höhe des Sachschadens ist noch unklar. Das Haus ist aber nicht mehr bewohnbar. „Wenn Unterstützung bei der Suche nach einer Unterkunft gebraucht wird, werden wir versuchen zu helfen“, sagte Stadtsprecher Thomas Lähns.

 

Von MAZonline

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