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Junge von Müllauto überfahren: „Furchtbar“

Rangsdorf Junge von Müllauto überfahren: „Furchtbar“

Unsicherheit und Betroffenheit herrscht im Wohngebiet am Rangsdorfer Gartenweg. Dort hat ein Lkw der Müllabfuhr am Dienstagmorgen einen zwölfjährigen Jungen überfahren, der mit seinem Fahrrad ausgerutscht war. Der Junge kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Der Lkw-Fahrer ist in psychologischer Behandlung.

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An der Kreuzung von Gartenweg und Georg-Hansen-Straße ereignete am Dienstag sich der Unfall.

Quelle: Christian Zielke

Rangsdorf. Der schwere Unfall vom Dienstagmorgen sorgt für Betroffenheit im Wohngebiet am Gartenweg in Rangsdorf. „Das ist furchtbar“, sagt ein junger Vater.

Radler kam auf vereister Straße zu Fall

Der Unfall ereignete sich gegen 8.15 Uhr. Ein zwölf Jahre alter Junge versuchte, mit seinem Fahrrad an der Kreuzung Gartenweg Ecke Georg-Hansen-Straße ein Müllfahrzeug zu überholen. Dabei soll der Junge auf der zum Teil vereisten Straße gestürzt sein, heißt es im Bericht der Polizei. Der Lkw-Fahrer habe nicht mehr bremsen können. Das Abfallfahrzeug rollte über die Beine des Jungen.

Rettungshubschrauber im Einsatz

Die Verletzungen des Jungen waren so schwer, dass er mit einem Hubschrauber in ein Berliner Krankenhaus geflogen werden musste. Zu seinem Gesundheitszustand machte die Polizei keine Angaben. Ein Anwohnerin erinnert sich an das laute Rotorengeräusch am Morgen. „Ich habe das Auto stehen sehen und viele Leute ringsum, die besorgt geguckt haben“, sagt sie. Der Hubschrauber war auf einem leerstehenden Grundstück direkt neben der Unfallstelle gestanden.

Augenzeugin mit anderer Unfalldarstellung

Wie genau es zu dem Unfall kam, ist nicht klar. Während die Polizei davon ausgeht, dass der Junge auf glatter Straße gestürzt ist, will eine Zeugin gesehen haben, dass der Junge versucht hat, den Lkw rechts zu überholen. Dabei hat ihn der Fahrer womöglich im toten Winkel seines Spiegels übersehen und es kam zu dem Zusammenstoß mit dem Radfahrer.

Letztere Version hat auch Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) bei Recherchen im Rathaus in Erfahrung gebracht. „Wir müssen abwarten, was die Ermittlungen der Polizei ergeben“, sagte er der MAZ. Den Winterdienst auf beiden Straßen hat die Gemeinde an eine Firma aus Berlin vergeben. Diese habe ihre Arbeit ordnungsgemäß erledigt.

Gartenweg von Schülern stark benutzt

Trotz seiner geringen Breite ist der Gartenweg eine wichtige Verbindung in Rangsdorf. Kinder aus den nahegelegenen Wohngebieten fahren dort hindurch zur Grundschule oder zum Gymnasium. Eltern bringen ihre Kleinsten in die Kita „Gartenhäuschen“. Als Unfallschwerpunkt sei die Kreuzung aber nicht bekannt.

Auch die Firma Alba aus Berlin, bei der der Unfallfahrer arbeitet, zeigt sich schockiert. „Zum genaueren Unfallhergang können wir über die Feststellungen der Polizei hinaus noch nichts Weiteres sagen, da die Untersuchungen hierzu noch laufen“, teilt Unternehmenssprecherin Susanne Jagenburg mit, „unser Kollege, der den Lkw gesteuert hat, wird aktuell psychologisch betreut. Wir bedauern den Unfall sehr und wünschen dem verletzen Jungen baldige Genesung.“

Von Christian Zielke

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